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Bergen Stadt Bergen will große Kita bauen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen will große Kita bauen
22:51 03.08.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Arno Burgi
Bergen Stadt

"Es ist unumstritten, dass wir neue Plätze brauchen", sagt Bergens Bürgermeister Rainer Prokop. "Wenn wir dann noch einen Standort finden, der die Stadtentwicklung voranbringt, erschlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe." So sieht der Pan der Verwaltung vor, dass die neue Kindertagesstätte an der Mozartstraße 29-34 gebaut werden soll. „Dafür soll ein Förderantrag an das Land Niedersachsen im Rahmen der Richtlinie Investitionspakt Soziale Integration gestellt werden“, sagt die Leiterin des Fachdienstes Interner Service der Stadt Bergen, Karen Schledermann.

Die 5027 Quadratmeter große Fläche ist Eigentum der Stadtentwicklung Bergen (SEB), der Abriss der Häuser bereits in Vorbereitung. „Durch den Nachbarbau der Lebenshilfe ist mit einer eher entspannten Verkehrssituation zu rechnen“, sagt Schledermann. „Zudem gibt es bisher keine Kita in dem Wohnviertel.“

Und wenn keine Fördermittel bewilligt werden? „Dann sollte der Hohner Kirchweg mit dem Umbau des Sportparks als Standort für die Einrichtung festgelegt werden“, schlägt Schledermann vor. „Aus Kostensicht ist es vorteilhafter, eine große Einrichtung zu bauen.“ Architekt Peter Kollenberg hat für zwei kleine Kindertagesstätten, die nach Meinung der Stadtverwaltung an der Danziger Straße, an der Berliner Straße, auf dem Freibadgelände an der Langen Straße oder an der Rütherbahn entstehen könnten, nämlich Gesamtkosten von etwa 2,24 Millionen Euro errechnet – ohne Bewegungsraum. „Natürlich könnte man auch eine kleine Einrichtung mit Bewegungsraum bauen“, sagt Schledermann, „aber dann würde es noch teurer werden.“ Die große Lösung würde inklusive Bewegungsraum dagegen nur 2,15 Millionen Euro kosten.

Ein Bewegungsraum erleichtere es den Erzieherinnen, dem Bewegungsdrang der Kinder und dem Anspruch an die frühkindliche Bildung im Lernbereich „Körper-Bewegung-Gesundheit“ nachzukommen. „Auch aus pädagogischer Sicht ist die große Variante daher dem Bau von zwei kleineren Einrichtungen vorzuziehen“, sagt Schledermann. „Dazu kommt die Erleichterung bei der Bereitstellung von Vertretungskräften für Krankheits- und Urlaubsfälle.“

Grundsätzlich ist für eine große Kita auch an der Danziger Straße oder an der Berliner Straße genügend Platz. Dagegen könnte allerdings sprechen, dass der Neubau dann relativ nah an der Kita Schulstraße beziehungsweise am Kindergarten Lukenstraße wäre. Ob das die Politik auch so sieht, werden die Diskussionen in den nächsten Wochen zeigen.

Nach Aussage von Schledermann habe die Stadt in diesem Jahr nur unter Hinzuziehung der Kindertagespflege und Verweis auf den Kindergarten in Lohheide alle Anfragen zum 1. August für eine Kinderbetreuung erfüllen können. „Derzeit sind keine freien Plätze mehr vorhanden, um diese an im Laufe des Kindergartenjahres neu nach Bergen ziehende Kinder oder Kinder, die innerhalb dieses Jahres das erste Lebensjahr vollenden, zu vergeben“, sagt Schledermann.