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Bergen Stadt Bergen will sich Leitbild geben
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen will sich Leitbild geben
16:49 03.08.2018
Von Christopher Menge
Quelle: urbanPR
Bergen Stadt

Das neue Stadtleitbild soll dabei die Fragen „wer sind wir?“, „für welche Werte stehen wir? und „wie wollen wir miteinander umgehen?“ beantworten. Und das wichtigste Ziel: Die Stadtgesellschaft soll sich im Leitbild wiederfinden. Zur Vorbereitung wurden Interviews geführt. Neben Experten kamen auch Jugendliche zu Wort. Als Stimme der Teenager hat Hannah Prilop ihre Meinung geäußert: „Bergen wird der Lieblingsort meiner Kinder sein, wenn ich mit meiner Familie in 15 Jahren wieder hier wohne und arbeite. Zunächst aber muss ich aus Bergen fort.“ Sie werde aber überall über Bergen erzählen.

Während Bürgermeister Rainer Prokop Bergen als „eine ländliche, familiengerechte Kleinstadt“ mit einer „attraktiven Stadtmitte und zwölf einzigartigen Heidedörfern“ sieht, würde Pastor Axel Stahlmann „ein expressionistisches Bild mit ganz kräftigen Farben über Bergen malen“. Die Farben stünden dabei in Spannung zueinander. „Dieses Bild soll nicht vollständige Harmonie zum Ausdruck bringen, eher eine stimmige Gesamtheit“, so Stahlmann.

Bei den vielen verschiedenen Ansätzen verwundert es nicht, dass es für das Stadtleitbild „Bergen 2030“ vier Entwürfe gibt. Das bisherige Stadtleitbild war 2004 mit Blick auf das Jahr 2020 entwickelt worden und ist zum Beispiel aufgrund des Abzugs der britischen Streitkräfte nicht mehr gültig. Projektmanager Stephan Becker aus der Stabstelle Innovation im Berger Rathaus hat seinen Entwurf „Die Stadt Bergen in der Lüneburger Heide“ genannt, die 16-jährige Schülerin Nevin Yavsan nimmt Bergen unter der Prämisse „Lebensräume erfüllen“ in den Fokus. Die Inhaberin des Café Sahne, Claudia Dettmar-Müller, nähert sich dem Thema aus der Sicht einer Unternehmerin und will „in Bergen zukunftssicher wirtschaften“ und Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, nimmt unter dem Motto „Bergen erleben“ die Kultur und den Tourismus in den Blick.