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Bergen Stadt Bergens Haushalt mit 1,5 Millionen im Minus
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergens Haushalt mit 1,5 Millionen im Minus
02:53 09.08.2018
Bergen Stadt

Drei Jahre bis das Tal der Tränen durchschritten ist. Das erwartet die Berger Verwaltung für ihre mittelfristige Finanzplanung. „Wir kommen aus einer gesunden Situation und müssen jetzt mit den Folgen der knappen öffentlichen Mittel zurechtkommen“, sagte Bürgermeister Rainer Prokop bei der Vorstellung des Haushaltes 2010, der im Ergebnishaushalt einen Fehlbetrag von 1,5 Millionen Euro ausweist.

Zusätzliche Steuererleichterungen, die die Bundesregierung plant, hält er für falsch, angesichts der Einnahmeausfälle, die die Kommunen jetzt schon hinnehmen müssen. Bergen rechnet laut seinem Finanzchef Wilhelm Köhler 2010 mit einem Rückgang der Gewerbesteuer von rund 300000 auf 1,7 Millionen Euro. Dazu kommen weniger Schlüsselzuweisungen vom Land und mehr Kreisumlage, die Bergen wegen eines guten Ergebnisses 2009 zahlen muss.

●Steuererhöhung 2011?: „Trotz Einsparungen könne wir die Ausfälle nicht kompensieren und müssen mit dem Defizit von 1,5 Millionen Euro zu Recht kommen“, sagte Prokop. Wegen dieses einen schlechten Jahres wolle man noch nicht über Steuererhöhungen nachdenken. Wenn es aber so weiter gehen würde, sei das ab dem kommenden Jahr unvermeidlich.

●Investitionen: Investiert wird trotzdem eine ganze Menge. Besonders die Programme des Konjunkturpaketes II (KPII) und der Ziel 1-Förderung der Europäischen Union werden in diesem Jahr in Bergen umgesetzt. Der größte Brocken ist dabei die Sanierung der Eugen-Naumann-Schule mit 873000 Euro. Rund 300000 Euro davon kommen aus dem KP II. Außerdem werden ein Rüstwagen für 91000 Euro für die Feuerwehr angeschafft und 50000 Euro für den Kreisel an der Belsener Straße eingeplant. In der Liste der geplanten Investitionen steht auch der Ausbau der Narzissenstraße zusammen mit dem Rest des Heinrich-Hellberg-Weges mit 75000 Euro.

●Innenstadtentwicklung: Eine der auffälligsten Entwicklungen wird es im kommenden Jahr wohl im Stadtkern von Bergen geben. Die Verwaltung hat knapp 200000 Euro dafür eingeplant. Dabei haben die Grundstückseigentümer sich mit einer Lösung zu lange Zeit gelassen. Es gibt offenbar speziell eine Grundstücksbesitzerin, die derzeit einen Durchbruch für eine große Lösung bei der Entwicklung der Innenstadt stoppt. „Da das jetzt auf die lange Bank geschoben wurde, werden wir jetzt die kleinere Lösung mit der Umgestaltung der öffentlichen Flächen angehen“, sagte Prokop. Derzeit werden Vorschläge ausgearbeitet, um sie dann in den Gremien der Politik zu präsentieren.

Von Tore Harmening