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Bergen Stadt Berger Politik sauer über höhere Kosten
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Berger Politik sauer über höhere Kosten
13:56 04.08.2018
Quelle: Udo Genth
Bergen Stadt

Da nützte es auch nichts, dass Frank Bührmann vom Bauamt Bergen zu Beginn der Sitzung einen Rundgang durch das neue Gebäude anführte und berichtete, dass alle sehr zufrieden seien. Die Mitglieder des Ausschusses störten sich gewaltig daran, dass die Baukosten um 90.000 Euro und damit 15 Prozent überschritten wurden.

Bührmann begründete die Mehrkosten mit der Entscheidung für den Einbau einer effizienteren Heizungs- und Lüftungstechnik anstelle einer Fußbodenheizung. Es gibt eine Deckenstrahlheizung mit integrierter Lüftung für 54.000 Euro. Das soll eine Einsparung beim Energieverbrauch von 3500 Euro im Jahr bringen. Außerdem wurden für Erdarbeiten und Gerüststellung 27.500 Euro und für eine Spielschiene 4000 Euro ausgegeben.

„Mit den Erdarbeiten habe ich echte Probleme. Warum wurde das in der Planung nicht berücksichtigt?“, sagte Eckhart Borges (CDU). Er hätte sich auch gewünscht, dass ein Alternativvorschlag für die Heizung vorgelegen hätte. Das bemängelte auch Michael Pieper, der sich gewünscht hätte, dass "früher über diese Entwicklung informiert worden wäre".

Die Verwaltung musste einräumen, dass ihr Fehler unterlaufen sind. So gab es mehr Erdarbeiten und eine Leistung wurde versehentlich ohne Mehrwertsteuer ausgeschrieben. Außerdem hatte die Verwaltung vergessen, Baufirmen in der Leistungsbeschreibung den Gerüstaufbau aufzugeben. So musste die Stadt diese Kosten für das länger stehende Gerüst übernehmen.

„Es sind eindeutig Fehler passiert, aber uns bleibt jetzt nichts anderes übrig, als das zur Kenntnis zu nehmen“, sagte der Ausschussvorsitzende Peter Rabe (WG). Bei einigen ging der Finger aber nur sehr zögerlich nach oben. „Müssen wird das wirklich zu Kenntnis nehmen?“, fragte Heinrich Hohls (CDU). Er stimmte schließlich dafür, sein Fraktionskollege Gerd Friedrich dagegen.

Einig war man sich im Ausschuss hingegen über die Entwidmung der Straße „Weg in Hoope“ in Hagen. Dort hat die Stadt mit einem Grundstückseigentümer ein Gebiet getauscht. Außerdem wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass die Sanierung der Straße An der Worth in Bleckmar kostengünstig abgelaufen ist. So kosteten die Arbeiten unter 100.000 Euro. Wie Karlheinz Krüger von der Stadt sagte, werden davon 63 Prozent über die Dorferneuerung gefördert. Die restlichen 37 Prozent werden zu 75 Prozent auf die Anlieger umgelegt.

Von Tore Harmening