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Bergen Stadt Berger feiern bei Festessen Halbzeit vom Schützenfest
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Berger feiern bei Festessen Halbzeit vom Schützenfest
17:49 06.07.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Oliver Knoblich
Bergen Stadt

Und sie lauschten den Reden. Kohlmann fragte, warum viele Menschen ihre Umwelt so negativ wahrnehmen würden. Auch unter den Schützen seien viele, die nach ein paar Bier die alten Zeiten zurückwünschen würden. Dabei habe sich der Anteil der Weltbevölkerung, die in extremer Armut lebt, in den vergangenen 20 Jahren halbiert, 80 Prozent aller Menschen hätten heute Zugang zu Elektrizität. Frauen (neun Jahre) würden weltweit eine fast so lange Schulbildung wie Männer (zehn Jahre) genießen können.

Und im Schützencorps? "Auch hier gibt es erfreuliche Entwicklungen", sagte Kohlmann. "Es gibt heute mehr als 300 Schützenbrüder, unser Schützencorps ist nicht älter als der Durchschnitt und eine solche Gemeinschaft, auf die man stolz sein kann, gibt es nicht überall." Daher könne man hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. "Die Hoffnung stirbt nicht zuletzt, sie lebt zuerst", so der Kommandeur.

Für die Damenrede hatte der Vorstand des Schützencorps Ortsbürgermeister und Schützenbruder Virendra Singh gewonnen. Anders als vor einigen Jahren sprach er dieses Mal aber nicht über Kamasutra, sondern über den "Equal pay day". In seiner humorvollen Art versuchte er zu erklären, warum es vollkommen gerecht sei, dass Frauen weniger als Männer verdienen. "Ein Schütze stirbt früher als seine Frau. Das liegt in der Natur", sagte Singh. "Logischerweise hat er so weniger Zeit zum Geld ausgeben. Da liegt es auf der Hand, dass er dann mehr Geld haben muss, um sein Geld schneller auszugeben."

Frauen würden dem wohl erwidern, dass sie länger Geld ausgeben müssen und daher mehr verdienen müssten. "Aber das ist ein Frauenargument – wie immer nicht nachvollziehbar", sagte Singh. Außerdem trinke der Schütze viel mehr Bier als seine Frau. "Und jeder weiß, dass mehr Bier halt auch mehr Geld kostet als wenig Bier", so der Redner.

Und überhaupt habe Gott das Bier erschaffen, um sich für einen Riesenfehler – die Schaffung der Frau – zu entschuldigen. Auf der anderen Seite sei es aber nur den Frauen zu verdanken, dass die Männer heute so zivilisiert seien.

"Logik hin oder her, wir Schützen finden es auch ungerecht", sagte Singh schließlich zu den Damen. "Es ist uns bewusst, dass Ihr das Wichtigste in unserem Leben seid." Oder anders gesagt: "Ein Leben ohne euch ist wie eine Kneipe ohne Fassbier – nutzlos."

Hüpft Känguru Viggo jemals wieder durch den Garten der Familie Müller/Arndt? Es sieht nicht danach aus – der Landkreis Celle hat nun angeordnet, dass das Bennett-Wallaby seinen Besitzern ab dem 18. Juli endgültig weggenommen wird. Schließlich gebe es keine Hoffnung mehr, dass die Berger Familie die aufgelegten Forderungen erfüllt. "Die gesetzte Frist bis zum 25. Juni hat die Familie verstreichen lassen", sagt Landkreis-Sprecher Tore Harmening auf CZ-Anfrage. Der inzwischen deutschlandweit bekannte Viggo war am 23. Mai zunächst vorläufig in die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen gebracht worden. Gegen diese Wegnahme hat der Anwalt der Familie, Markus Matuschczyk, inzwischen Klage beim Verwaltungsgericht Lüneburg eingelegt.

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