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Bergen Stadt Braucht Bergen einen Tierfriedhof?
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Braucht Bergen einen Tierfriedhof?
14:00 04.12.2018
Von Christopher Menge
In vielen Städten gibt es einen Tierfriedhof. Bald auch in Bergen? Quelle: Andrea Enderlein
Bergen

Mit dem Haustier über den Tod hinweg verbunden sein – das wünschen sich viele Menschen. Die SPD-Fraktion hat einen Antrag auf Einrichtung eines Tierfriedhofes in Bergen gestellt. Der Stadtrat beschließt darüber in der Sitzung am Donnerstag.

In Prenzlau betreibt Kommune Tierfriedhof

„Ein Haustier ist in den meisten Fällen, nicht wie von Gesetzeswegen eine Sache, sondern ein Familienmitglied“, begründet SPD-Ratsfrau Daniela Behn-Horrer. In vielen Städten gebe es daher Tierfriedhöfe. „Einige dieser Tierfriedhöfe werden bereits kommunal durch Gemeinden betrieben“, sagt Behn-Horrer. Beispielsweise in Prenzlau sei das so.

Sollte sich Bergen diesen Tierfriedhof als Vorbild nehmen? Bei der Stadtverwaltung ist man anderer Meinung, auch wenn der Antragsbegründung grundsätzlich folgen könne. „Bei Haltern von Haustieren gibt es häufig einen Bedarf auf Bestattung der Tiere, da die jahrelange Bindung einen Trauerprozess auslöst“, sagt Frank Heins, Leiter des Ordnungsamtes. Aber: Die Einrichtung eines Tierfriedhofes sei mit erheblichen Kosten verbunden.

Hohe Kosten erwartet

Neben dem Kauf eines Grundstücks müssten Wege eingerichtet, Zäune aufgestellt und Leitungen verlegt werden. Dazu kommen Verwaltungs- und Personalkosten. „Eine Kostenschätzung wurde mangels belastbarer Daten nicht vorgenommen“, sagt Heins, der aber ein Beispiel nennt. „Würde der Betrieb eines solchen Friedhofes jährliche Kosten von 20.000 Euro verursachen und ginge man von 50 Bestattungsfällen im Jahr aus, so läge die Gebühr für einen durchschnittlichen Bestattungsplatz bei 400 Euro, sofern eine vollständig kostendeckende Gebühr erwartet wird.“ Man gehe bei der Stadtverwaltung nicht davon aus, dass sich ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage einstellen würde.

Kleine Tiere dürfen im Garten vergraben werden

Denn es gibt bereits verschiedene Möglichkeiten mit verstorbenen Haustieren umzugehen, wie Heins aufzählt. Kleine Tiere können grundsätzlich genehmigungsfrei im Garten vergraben werden, kremiert werden – Urnen können ohne Auflagen aufbewahrt beziehungsweise die Asche kann verstreut werden –, im Hausmüll entsorgt oder eben auf einem Tierfriedhof bestattet werden. Größere Tiere können mit Genehmigung des Veterinäramtes im Garten vergraben werden, auch kremiert werden, einer Tierkörperbeseitigungsanlage zugeführt oder auch auf einem Tierfriedhof bestattet werden.

Tierfriedhof in Celle für gesamten Landkreis

„Wir gehen davon aus, dass viele Tierhalter in der Stadt Bergen vom Bestattungsrecht im eigenen Garten Gebrauch machen“, sagt Heins. Der nächstgelegene Tierfriedhof werde vom Tierschutzverein Celle Stadt und Land in Celle betrieben. „Dieses Angebot richtet sich auch an die Tierhalter im Landkreis“, so Heins, der dem Rat vorschlägt, keinen Tierfriedhof in eigener Trägerschaft einzurichten. So hat es auch der Sozialausschuss empfohlen.

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