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Bergen Stadt Britenwohnungen in Bergen verkauft
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Britenwohnungen in Bergen verkauft
19:59 11.05.2015
Die Firma Euwobau will seine 420 Wohnungen in Bergen verkaufen. Der Preis liegt zunächst bei 14 Millionen Euro. Quelle: Tore Harmening
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Es geht um 452 Wohneinheiten, für die das Unternehmen ziemlich genau seit einem Jahr einen Käufer gesucht hatte. Als Kaufpreis waren 14 Millionen Euro anvisiert.

Wie die CZ erfuhr, soll eine Investment-Gesellschaft aus Berlin das Gebäudepaket erstanden haben. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür gestern nicht. Die beiden Geschäftsführer der beteiligten Gesellschaften waren telefonisch nicht zu erreichen, und auf kommunaler und Landesseite gibt man sich arg zugeknöpft bei dem Thema. „Dazu gebe ich keinen Kommentar“, sagt Bergens Bürgermeister Rainer Prokop.

Vorsichtig reagierte der Bürgermeister auch auf die Nachricht vom Samstag, dass das Sozialministerium eine Umgestaltung der ehemaligen britischen Wohnquartiere mit einer Million Euro unterstützen wird. „Das ist im Prinzip der zweite vor dem ersten Schritt.“ Zunächst müsse sichergestellt werden, dass die Mittel zum Kauf von Wohnquartieren bereitstünden, je mehr Zeit man dort verliere, umso komplizierter werde die Lage.

Ein bisschen vorangekommen ist Bergen im Bereich der Innenstadtentwicklung. Die Stadtpassage ist inzwischen für 410.000 Euro gekauft worden. Weiterhin in Verhandlungen steht die Stadt mit den Eigentümern des ehemaligen NAAFI-Gebäudes. Doch das zieht sich hin. „Bevor wir da keinen Abschluss haben, brauchen wir auch noch nicht über weitere Planungen nachzudenken. Das geht erst, wenn wir damit durch sind“, sagt Prokop.

Inzwischen wurde auch ein Konversionsbeauftragter für Bergen und Bad Fallingbostel gefunden. Er heißt Thomas Rekowski und kommt aus Celle. Er soll seinen Dienst wechselweise in Bergen und Bad Fallingbostel versehen. Das Geld dafür kommt vom Land.

Durch den Abzug der britischen Streitkräfte fallen nach den derzeitigen Schätzungen rund 900 Wohneinheiten in der Nordkreisstadt leer. Besonders betroffen ist der sogenannte Geschosswohnungsbau. Nach einem Gutachten, das im Auftrag der Stadt Bergen erstellt wurde, liegen die Gesamtkosten für den Abriss und die Umgestaltung von einem Gebiet, auf dem heute 600 Wohneinheiten stehen, zwischen 16,8 und 24,4 Millionen Euro. Allerdings handelt es sich dabei um eine ziemlich grobe Schätzung, die auf den heutigen Preisen basiert.

Noch nicht klar ist, welche langfristigen Auswirkungen die Stationierung eines neuen Panzerbataillons auf den Immobilienmarkt in Bergen hat.

Von Tore Harmening