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Bergen Stadt Bürgerstiftung der Region Bergen hat "Fuß gefasst"
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bürgerstiftung der Region Bergen hat "Fuß gefasst"
18:42 03.08.2018
Blickten gemeinsam auf die geleistete Arbeit der Bürgerstiftung der Region Bergen: (von links) Landrat Klaus Wiswe, Marion Prokop, Bergens Bürgermeister Rainer Prokop, Claudia Dettmar-Müller, Vorsitzende des Stiftungsrats, und Karl-Heinz Grethen, Vorsitzender der Stiftung.  Quelle: Michael Schäfer
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Zahlreiche Aktivitäten und Projekte liegen hinter den Stiftungsmitgliedern. Besonders die Unterstützung der Berger Schulen liegt der Institution am Herzen. "Begreifbarer Physik- und Chemieunterricht", Präventionstheater oder "Pimp your town" sind nur einige Projekte, die durch die Stiftungsarbeit unterstützt und realisiert wurden. Weiterhin läuft die Berger Kinderakademie sehr erfolgreich. 2016 sei erstmals ein Theaterprojekt mit dem Celler Schlosstheater zum Thema Flüchtlinge an den Schulen umgesetzt worden, so Grethen. Die Zusammenarbeit mit Berger Vereinen ist auch für 2017 von Bedeutung. Geplant sind ein Freiluftgottesdienst an Himmelfahrt, ein Jazzfrühschoppen im August und im Winter ein Fest zusammen mit der St.-Lamberti-Stiftung.

310.000 Euro umfasste das Stiftungskapital am Ende des Jahres 2016. Da sich die Stiftung durch Zinserträge finanziert, wirkt sich die andauernde Niedrigzinsphase auf die Erträge aus. Insofern sei die Stiftung auf die Spenden von Betrieben und Bürgern angewiesen. 2016 flossen so 12.000 Euro zusammen, um Projekte realisieren zu können.

"Hier wird eine große Bandbreite angeboten, die mit bescheidenen Mitteln umgesetzt wird", hob Landrat Klaus Wiswe die Leistungen der Einrichtung hervor. Das Engagement zeige, dass in Bergen viele Menschen leben, die sich umschauen und kümmern. Und das sei der wirkliche Wert, so funktioniere Gesellschaft und eben diesen Wert verkörpere die Bürgerstiftung, erklärte der Landrat. Mit der Flüchtlingsproblematik und der Konversion stehe Bergen vor Herausforderungen. "Zwei große Probleme für eine nicht so große Stadt", wie Wiswe klar machte.

"Wir brauchen sie", sagte Bergens Bürgermeister Rainer Prokop über den Einsatz der Stiftung. Mit ihren breit aufgestellten Leistungen trage sie dazu bei, dass Gesellschaft in Bergen funktioniere. Dies sei nach dem Abzug der Briten mehr denn je nötig. Düstere Prognosen habe es anfangs gegeben, "und ja, es tat weh", so Prokop. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial. Doch nicht zuletzt durch die Aufnahme in zwei Förderprogramme und die damit einhergehenden Mittel sei der Umbruch besser gelaufen, als viele Berger erwartet hätten. "Wir als Berger Gesellschaft müssen, sollen und wollen die riesige Herausforderung bestehen", betonte Prokop.