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Bergen Stadt "Dettmar-Müller beweist viel Mut"
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17:07 21.09.2018
Von Christopher Menge
Claudia Dettmar-Müller
Bergen

Dieses Statement überrascht: Der CDU-Kreisverband hat auf die Ankündigung von Claudia-Dettmar-Müller reagiert, die als freie Bürgermeisterkandidatin für Bergen antreten will. Und zwar so: "Ich gehe davon aus, dass Claudia Dettmar-Müller und Frank Juchert sich am 24. Oktober der demokratischen Legitimierung durch die CDU-Mitgliederversammlung des Stadtverbandes Bergen stellen", schreibt Geschäftsführer Christopher Fedder als Antwort auf eine CZ-Anfrage an den CDU-Kreisvorsitzenden Henning Otte.

In den Statuten der CDU sei klar geregelt, dass sich die Bewerber dem Mitgliedervotum stellen. Auf der Mitgliederversammlung werde aus einem oder mehreren Kandidaten in geheimer Abstimmung ein CDU-Kandidat gewählt. "Durch diese demokratische Legitimierung hat der Bürgermeisterkandidat den Auftrag für die CDU zu kandidieren", sagt Fedder. Diese Vorgehensweise sei Dettmar-Müller und Juchert bekannt. Weitere Bewerbe gebe es bisher nicht.

Nur: Dettmar-Müller will ja gar nicht für die CDU kandidieren. Folgerichtig wird sie sich dem Mitgliedervotum der Berger Christdemokraten am 24. Oktober nicht stellen. Das bestätigt die 50-Jährige nochmal auf CZ-Nachfrage. "Der Vorstand des Stadtverbandes wurde am Montagabend darüber informiert, ich habe außerdem eine E-Mail an alle Fraktionsmitglieder geschrieben und angekündigt, dass ich eine Pressemitteilung herausgeben werde", sagt Dettmar-Müller. "Seitdem hat mich niemand kontaktiert." Es bleibe dabei – sie trete als freie Bürgermeisterkandidatin für Bergen an.

Währenddessen hat die SPD Bereitschaft zu Gesprächen mit Dettmar-Müller signalisiert. "Die Entscheidung von Frau Dettmar-Müller, ganz bewusst als Einzelbewerberin für die Bürgermeisterwahl in Bergen anzutreten, schafft eine ganz neue Lage mit ganz neuen Möglichkeiten", sagt Randolf Horrer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bergen. "Ich verstehe die Ankündigung ihrer Kandidatur so, dass sie als Bürgermeisterin für die gesamte Stadt und für alle Bürger da sein will und deshalb bewusst Wert auf Überparteilichkeit legt." Er werde dem Vorstand der SPD Bergen vorschlagen, mit Dettmar-Müller das Gespräch zu suchen.

Das begrüßt auch der Vorsitzende der SPD im Landkreis Celle Maximilian Schmidt. "Mit dem Angebot einer überparteilichen Kandidatur beweist Frau Dettmar-Müller viel Mut und eine starke Motivation – zwei Eigenschaften, die in der Stadt Bergen sicherlich mehr als gebraucht werden“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete.

Um die Landtagskandidatur von Dettmar-Müller hatte es im vergangenen Jahr große Querelen innerhalb der CDU gegeben. Der Kreisvorstand hatte den Wahlvorschlag der Senioren-CDU "Claudia Dettmar-Müller" zunächst abgelehnt. Schlussendlich durfte die stellvertretende Bürgermeisterin von Bergen dann aber doch antreten. Gegen den heutigen Landtagsabgeordneten Jörn Schepelmann holte sie 39,4 Prozent der Stimmen. Möglicherweise hat sich Dettmar-Müller auch wegen dieser Vorgeschichte gegen eine Kandidatur in der eigenen Partei entschieden.

Fakt ist, dass diese Entscheidung steht. Daher überrascht das Statement der CDU nicht nur, es ist ziemlich verwunderlich.

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