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Bergen Stadt Doch absolute Mehrheit für CDU in Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Doch absolute Mehrheit für CDU in Bergen
17:09 04.08.2018
Bergen Stadt

Die CDU kommt jetzt auf 50,6 Prozent der Stimmen und legt damit gegenüber dem vorläufigen Wahlergebnis um 0,9 Prozent zu. Im Klartext bedeutet das für die CDU mit nunmehr 16 Sitzen die absolute Mehrheit in dem um 2 auf 30 Mitglieder plus Bürgermeister Rainer Prokop verkleinerten Stadtrat. Der Stimmanteil der AfD sank von 8,9 auf 8,7 Prozent. Auch bei den anderen Parteien und Gruppen gab es leichte Verschiebungen bei Stimmen und Prozenten.

"Wir haben noch Stimmen gefunden", mit diesen Worten hatte Wahlleiter Frank Juchert die Verschiebung im Wahlergebnis angekündigt. Bei der Überprüfung der Wahlunterlagen für die Stadtratswahl am Mittwoch vergangener Woche seien Unstimmigkeiten im Wahlbezirk Sülze Unstimmigkeiten aufgefallen, sagte Juchert. Daraufhin seien am Mittwoch und am Donnerstag noch einmal sämtliche Stimmzettel aus dem Wahlbezirk neu ausgezählt worden.

Grund für die Korrektur des Wahlergebnisses war laut Wahlleiter Frank Juchert ein Übertragungsfehler. Im Wahlbezirk Sülze waren auf zwei Zähllisten 346 und 34 Stimmen für Henning Otte (CDU) aufgeführt, bei der Addition war vor der Übermittlung ins Rathaus Bergen von der Summe 380 die Null verschwunden. Bei einer erneuten Auszählung der Stimmzettel im Wahlbezirk Sülze sei man dann auf 385 Stimmen für Otte gekommen; dazu trug auch bei, dass ursprünglich für ungültig erklärte Stimmzettel erneut überprüft und zum Teil doch noch anerkannt wurden. So können laut gültiger Rechtsprechung unter bestimmten Voraussetzungen auch Stimmzettel mit mehr als drei Kreuzen gewertet werden. Auch in anderen Wahlbezirken kam es aus diesem Grund zu kleinen Korrekturen.

"Bisher gibt es auch nur ein vorläufiges Endergebnis der Wahl am letzten Sonntag und beruht auf den Meldungen aus den 15 Wahllokalen im Stadtgebiet. Im Augenblick ist unsere Wahlleitung dabei, diese Übermittlungen zu überprüfen, um mögliche Fehler zu finden", hatte Bürgermeister Prokop drei Tage nach der Wahl auf der Homepage der Stadt geschrieben. "Erfahrungsgemäß gibt es immer noch kleine oder auch größere Verschiebungen", hatte er festgestellt. Das bewahrheitete sich jetzt.

Im neuen Stadtrat hat die CDU 16 Sitze, die SPD sechs, die WG drei, Bündnis 90/Die Grünen und die AfD je zwei und die FDP einen.

Von Joachim Gries