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Bergen Stadt Europäische Flüchtlingspolitik angemahnt
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Europäische Flüchtlingspolitik angemahnt
09:56 28.06.2011
Jugendliche der fünf Gruppen stellten Minderheitenprobleme tänzerisch dar Quelle: Udo Genth
Bergen Stadt

25 Jugendliche aus Bergens Partnerstädten Szubin und Srem in Polen, dem tschechischen Roznov, aus Hendrik-Ido-Ambacht in den Niederlanden sowie Hermannsburg hatten sich unter dem Motto „Integration oder Isolation“ in Arbeitsgruppen mit dem Problem von Randgruppen befasst. Dabei haben die beiden polnischen Städtegruppen gemeinsam über Migranten und ihre Stellung im Land gesprochen. „In Polen sind alle integriert“, sagten sie.

Die Jugendlichen aus dem tschechischen Roznov bekundeten, keine Probleme mit Minderheiten zu haben, die lediglich vier Prozent der Bevölkerung ausmachten. Die Statistiken belegen aber, dass mehr als Dreiviertel aller Tschechen die Roma im Lande als „unanpassungsfähig“ ansehen. Klar sprachen dagegen die niederländischen Jugendlichen die verschiedenen Minderheiten in ihrem Lande an. Das Bewusstsein, dass mehr als 90 Prozent aller Holländer ausländische Wurzeln haben, stand am Anfang der Darstellung. Ebenso ungeschminkt wurden die Probleme durch mangelhafte Ausbildung und die Neigung zu Ghetto-Bildung gezeigt und die rechtspopulistische Partei PVV kritisch beleuchtet.

Die Vorstellung der deutschen Jugendlichen aus Hermannsburg griff durch die Beschränkung auf Briten und Kurden etwas zu kurz. Zwischen den Präsentationen zeigten die Jugendlichen tänzerisch, wie Integration gehen kann. “Wenn sie zum Verständnis für Minderheiten und zur Integration geführt hat, hat sich die Woche gelohnt“, sagte der pädagogische Leiter Artur Behr.

Von Udo Genth