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Bergen Stadt Große Missstände bei Feuerwehren in Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Große Missstände bei Feuerwehren in Bergen
01:44 04.08.2018
Von Christopher Menge
Karikatur zum Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Bergen, 7.12.17. Quelle: Ulrich Frassl
Bergen Stadt

"Das persönliche Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr muss gefördert werden", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph-Walter Buhr. In der Vergangenheit seien Investitionen in diesem Bereich vernachlässigt worden. Der Feuerwehrbedarfsplan, an deren Ausarbeitung Vertreter der Feuerwehren, die Stadtverwaltung sowie Mitglieder der CDU- und SPD-Fraktion beteiligt waren, zeigt, dass es insbesondere bei den Feuerwehrhäusern großen Verbesserungsbedarf gibt. Schließlich wurde in den vergangenen Jahrzehnten nur am Standort Bergen investiert. Hier wurde das Gebäude aufgestockt. Die anderen elf Standorte sollen nun in den kommenden Jahren folgen. Der Bedarfsplan enthält einen Maßnahmenkatalog.

"Wir haben uns mit der Erstellung Zeit gelassen, aber jetzt wissen wir, wo Handlungsbedarf ist", sagt Buhr. Bereits im November 2013 hatte der Feuerschutzausschuss die Aufstellung eines Bedarfsplanes empfohlen, woraufhin zwei Arbeitsgruppen gegründet worden waren.

Gut aufgestellt ist die Stadtfeuerwehr dagegen im Bereich der Einsatzfahrzeuge, wie eine Analyse ergab. Ein künftiges Beschaffungskonzept inklusive der Austauschintervalle ist Teil des Bedarfsplanes. Im kommenden Jahr sollen zwei Tragkraftspritzenfahrzeuge TSF-W für die Ortswehren Becklingen und Hassel angeschafft werden. Diese Fahrzeuge sollen festgestellte Versorgungslücken im Nord- und Südbereich der Bundesstraße 3 schließen.

"Mit dem Bedarfsplan wollen wir den Feuerwehrleuten außerdem etwas an die Hand geben", sagt Randolf Horrer (SPD). In der Sitzung fassten er und die anderen Ratsmitglieder zwei weitere Beschlüsse. So wird die Entschädigung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr erhöht, sodass Bergen laut Horrer nun "im Vergleich mit anderen Gemeinden im Mittelfeld liegt". Zudem votierte der Stadtrat einstimmig für die Anschaffung von 350 neuen Feuerwehrhelmen im Gesamtwert von bis zu 52.000 Euro.