Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Bergen Stadt Herausforderung Konversion: Die Visionen in Bergen sind gewaltig
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Herausforderung Konversion: Die Visionen in Bergen sind gewaltig
21:32 03.08.2018
Von Christopher Menge
Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (Mitte) sprach in Bergen mit Bürgermeister Rainer Prokop und Karin Thorey, Bürgermeisterin von Bad Fallingbostel, über die Konversion. Quelle: Christopher Menge
Bergen Stadt

Fallingbostel ist da schon ein Stück weiter. Eine Wohnanlage wurde bereits als erstes sichtbares Zeichen zurückgebaut. Alle am Konversionsprozess Beteiligten betonten allerdings, dass es keine Konkurrenz zwischen den Städten gebe. "Die Zusammenarbeit klappt sehr gut, wir tauschen uns regelmäßig aus", sagte Thorey. Die Herausforderungen für jede Kommune sind allerdings verschieden, wie Pistorius betonte: "Jeder Standort ist anders, keine Fläche kann wie die andere behandelt werden." Daher liege es an den Kommunen, selbst Potenziale zu entwickeln.

"Ich kann die erfreuliche Feststellung machen, dass wir mit der Konversion besser umgehen können, als wir uns das hätten vorstellen können", sagte Prokop. "Wir haben die Krise in eine Chance umgemünzt." Etwa 450 Wohnungen müssten in Bergen abgerissen werden. "207 Wohnungen haben wir inzwischen gekauft, darunter die 64 in den beiden Hochhäusern an der Danziger Straße", so Prokop.

Wie groß die Aufgabe für Bergen und Fallingbostel ist, betonte der Konversionsbeauftragte des Innenministeriums Paul Bacher: "Wir stehen hier vor einer deutschlandweit einmaligen Problemstellung." Die Landesregierung habe darauf reagiert und entsprechende Hilfs- und Fördermaßnahmen ergriffen, sagte Pistorius: "Ziel ist dabei eine möglichst passgenaue und zukunftsgerichtete Unterstützung." Die Landesregierung unternehme auch weiterhin ihr Möglichstes, um die betroffenen Standortkommunen in dem langjährigen Prozess zu unterstützen.

"Wenn die Investoren und Kommune nur die Hälfte von dem umsetzen, was sie vorhaben, ist Bergen in 10 bis 15 Jahren zukunftssicher aufgestellt", sagte Prokop. "Die Visionen sind gewaltig." Er freue sich das die Vermarktung der Wohnungen, die nicht abgerissen werden, sehr gut angelaufen sei. (me)