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Bergen Stadt IBB: Verein befürchtet Image-Schaden für Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt IBB: Verein befürchtet Image-Schaden für Bergen
17:16 24.10.2017
Von Christopher Menge
Bergen Stadt

"Dieses Thema eignet sich überhaupt nicht zu einer Auseinandersetzung mit der Verwaltung", schreiben die Berger. "Denn eine große Öffentlichkeit, ja eine weltweite Öffentlichkeit achtet darauf, wie Sie mit diesem Thema umgehen." Das habe sich in der Vergangenheit, etwa bei der Diskussion um die Anne-Frank-Straße in den 1980er Jahren gezeigt.

Der Vereinsvorsitzende Hertwig und die langjährige Sprecherin des "Runden Tisches" Habermann befürchten einen "Image-Schaden für Bergen, der auf viele Jahre nicht wieder gut zu machen" sein werde. "Jetzt haben wir als Stadt Bergen die Chance, Inhalte so zu besetzen, wie sie unserer Stadt in der Zukunft gerecht werden können", schreiben die beiden mit Blick auf die Integration von Zuwanderern in Bergen.

Zu Wort gemeldet hat sich außerdem die ehemalige Grünen-Ratsfrau und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bergen-Belsen, Elke von Meding. Zwar meint sie, dass "von Anfang an ein inhaltliches Konzept, das die Bürger überzeugt hätte", gefehlt habe, aber das Thema sei als Ausgangspunkt sehr geeignet, um es mit den heutigen politischen Problemen zu verknüpfen. Meding versuche seit 1995 durch ihre Arbeit, Bergen mit seiner Geschichte und Nähe zum Konzentrationslager Bergen-Belsen zu versöhnen. "Aber die Furcht vor diesem Thema scheint sich zu vererben", sagt sie.