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Bergen Stadt Internationale Begegnungsstätte Bergen: Politik will Projekt nicht aus Augen verlieren
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Internationale Begegnungsstätte Bergen: Politik will Projekt nicht aus Augen verlieren
01:31 04.08.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Oliver Knoblich
Bergen Stadt

Unterdessen haben die Vereine „Unser Bergen“ und „AG Bergen-Belsen“ ihr Bedauern über die Entscheidung der Politik geäußert. „Es mag Gründe dafür geben, weil die Ideen nicht zielgerichtet und intensiv genug von Rat und Verwaltung der Stadt verfolgt wurden oder weil das Bauamt krankheitsbedingt unterbesetzt war“, schreiben Wolfgang Hertwig, Marlene Habermann und Elke von Meding in einem Brief an die CZ. „Wir wollen aber betonen, dass es in Bergen viele Bürger gibt, die es begrüßen würden, wenn durch dieses Projekt die Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen aber auch die Integrationsleistungen unserer kleinen Stadt Bergen in eine inhaltliche Arbeit eingegangen wären.“ Immerhin habe die Stadt Bergen sich durch vielfältige Aktionen wie etwa die Anne-Frank-Friedenstage zum Leitbild „Stadt des Friedens und der Internationalität“ bekannt. „Davon haben wir vom neuen Stadtrat noch nichts gehört“, so die Verfasser. „Aber dazu wäre ja in der nächsten Ratssitzung durchaus Gelegenheit, oder?“

Jürgen Patzelt, der Fraktionsvorsitzende der Grünen, hat vorab schon betont, dass die Grünen das Projekt nicht aus den Augen verlieren und aktiv an einer seriösen Realisierung einer IBB in Zusammenarbeit mit der Gedenkstättenstiftung arbeiten werden. „Klare Entscheidungsgrundlagen sind aber ein Muss“, so Patzelt, der zunächst die Fragen „wo wollen wir hin?“ oder „was wollen wir anbieten?“ beantwortet haben will. Aus den Fragen nach der Zielgruppe und den Inhalten folge die Immobilienplanung.

Auch Walter-Christoph Buhr meint nach wie vor, dass Bergen ein „toller Standort für die Begegnungsstätte“ wäre. „Nur das Risiko darf nicht auf die Berger Bürger abgeschoben werden“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Wir müssen mit den Steuermitteln vernünftig umgehen, daher mussten wir jetzt einen Schlussstrich ziehen – alles andere wäre fahrlässig gewesen.“ Die Verwaltung habe nun die Aufgabe, immer wieder zu prüfen, was es für Fördertöpfe gebe. „Und dann brauchen wir ein strukturiertes Vorgehen“, betont Buhr. „Wir wissen jetzt ja, worauf es ankommt.“

Zuvor hatte sich auch Bergens stellvertretender Bürgermeister Rüdiger von Borcke (SPD) dahin geäußert, dass an dem Projekt grundsätzlich festgehalten werden sollte. Es sollte ein neuer Förderantrag gestellt werden ...