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Bergen Stadt Kampf um Oberschulen beginnt
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Kampf um Oberschulen beginnt
20:45 09.08.2018
Bergen Stadt

Die Erstellung des Schulstrukturgutachtens für den Landkreis läuft gerade. Doch geht es nach der Berger Politik und der Verwaltung, dann ist auf jeden Fall klar, wohin die Reise für die Nordkreisstadt geht. Dort will man eine Oberschule mit gymnasialen Angebot.

„Die Quote der Schüler die aus Bergen zu einem Gymnasium gehen ist deutlich niedriger als anderswo im Landkreis“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzenden Rüdiger von Borcke in der jüngsten Ratssitzung zu einem Antrag, in dem die Sozialdemokraten eigentlich noch eine KGS gefordert hatte. Er verwies auf Lachendorf, wo die Quoten nach oben gegangen waren, als das Gymnasium dort seine Türen öffnete.

Angesichts der neuen Idee auf der Landesebene, die die Schaffung von Oberschulen aus Haupt- und Realschule wahlweise mit gymnasialem Zweig vorsieht, schwenkten die Sozialdemokraten in der jüngsten Ratssitzung um. Sie wollten daraus einen Antrag aller Fraktionen für eine solche Oberschule machen.

Bürgermeister Rainer Prokop lehnte das aus formalen Gründen in der Sitzung ab, inhaltlich aber ist er mit dem gesamten Rat einer Meinung. „Das neue Konzept der Oberschule passt auf Bergen haargenau“, sagt Prokop. Er sah auch nicht die Gefahr, dass das Gymnasium in Hermannsburg gefährdet ist. Dieses ist eine Bedingung, die auf Kreisebene gemacht wird. „Es wird immer genügend Eltern geben, die woll, dass ihr Kind zu einem Gymnasium geht“, sagt Prokop. Wo die neue Oberschule angesiedelt werden könnte, ist noch unklar. Denkbar wären nicht nur Schulgebäude in der Stadt. Sollten die britischen Streitkräfte wirklich in den kommenden Jahren abziehen, würde mit der Gloucester-School eine moderne Einrichtung frei, über die die Verwaltung nachdenken könnte.

Eines machten die Politiker in Bergen allerdings bereits deutlich. Ein Schulgutachten, das mit einem Konzept ohne ein gymnasiales Angebot für Bergen aufwartet, will die Stadt Bergen nicht akzeptieren.

Von Tore Harmening