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Bergen Stadt Kinderbetreuung und Sprachkurse: Bergen will Britenfonds
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17:25 21.02.2014
Geld für kleine Hilfen bei der Integration soll es für die britischen Soldaten geben, die hier bleiben wollen. Quelle: Tore Harmening
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Die CDU in Bergen will jetzt einen Hilfsfonds einrichten, mit dem Bleibewillige kurzfristig unterstützt werden können, wenn das bei der Integration nötig ist.

Die Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat, Claudia Dettmar-Müller, betont, dass es sich bei möglichen Zahlungen nicht um große Summen handeln wird. Das ist auch gar nicht möglich, weil nur 10.000 Euro dafür vorgesehen sind. „Es geht eher darum zum Beispiel Hilfe anzubieten, wenn die Fahrten zum Deutsch-Kurs nicht bezahlt werden können oder dringend eine Kinderbetreuung für einige Stunden gesucht wird”, sagt Dettmar-Müller. Der Fonds sei neben der Unterstützung vor allem auch ein Symbol dafür, dass „wir den Menschen, die hier blieben wollen, helfen wollen.”

Bürgermeister Rainer Prokop unterstützt die Idee und sieht kein Problem, dass der Fonds nur für die britischen Familien gedacht ist. „Es gibt immer Programme, die sich an bestimmte Zielgruppen wenden. In diesem Fall geht es nicht um die Briten, sondern im Grunde um Armeeangehörige und ihre Familien, die in Bergen bleiben wollen”, so Prokop. Auch versteht er den Fonds eher als ein Instrument, um flexibel reagieren zu können, wenn irgendwo einmal kurzfristig der Schuh drückt.

Über die Vergabe der Gelder soll ein Gremium aus Mitgliedern des Verwaltungsausschusses entscheiden. Der Vorschlag wird Thema in der kommenden Ratssitzung am Donnerstag, 27. Februar, 19 Uhr im Stadthaus Bergen sein. Dort geht es allerdings nur um die Einbringung.

Die SPD wird den Antrag unterstützen. „Letztlich haben wir eine spezielle Situation und es geht darum, in bestimmten Fällen Probleme abzumildern”, sagt der Fraktionsvorsitzende Rüdiger von Borcke. Er hat allerdings noch Nachfragen zu den Kriterien. Diese müssen nach seiner Auffassung klar definiert sein, damit nicht willkürlich Unterstützung geleistet wird.

Elke von Meding (Grüne) hält die Summe für relativ niedrig. „Das ist eine nette Geste, die wir unterstützen, auch wenn ich es lieber sähe, wenn es nicht Hilfs-, sondern Übergangsfonds hieße.“ Aus ihrer Sicht sind aber andere Dinge wichtiger. Dazu zählt zum Beispiel eine geplante Messe im Stadthaus, bei der Firmen sich vorstellen und Neubürgern Perspektiven aufzeigen.

Von Tore Harmening