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Bergen Stadt Kinderuni Bergen wird zum Operationsaal
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Kinderuni Bergen wird zum Operationsaal
17:07 28.01.2014
Bei der Kinderakademie in Bergen wurde das Stadthaus zum Operationssaal. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Bergen Stadt

Auch die jüngste Veranstaltung war gut besucht. Dabei ging es um „Schlafen bei der Operation – wie funktioniert Narkose?”. Rund 100 Kinder kamen ins Stadthaus Bergen. „Der Großteil ist aus Bergen, aber wir haben auch Kinder aus Hermannsburg und Celle“, so Porath.

Für den Vortrag war das Stadthaus in einen kleinen Operationssaal verwandelt worden. Vor der Bühne waren ein Narkosegerät, ein Elektrokardiogramm (EKG) und eine Behandlungsliege sowie weitere medizinische Geräte aufgebaut. Das Team um Professor Dieter Fröhlich, Chefarzt der Abteilung Anästhesie/Operative Medizin des Allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH) war standesgemäß in grüne OP-Kleidung gehüllt und erzielte schon damit Eindruck.

Fröhlich schlug einen Bogen von den Anfängen der Anästhesie bis zu den heutigen Operationsmethoden. Er erklärte kindgerecht, welche Arten von Narkosemitteln es gibt, wie dafür gesorgt wird, dass eine OP immer überwacht wird und wie ein EKG funktioniert. Alle jungen Studenten wurden gleich zu Beginn in die Vorlesung mit einbezogen. Fröhlich hatte viele Fragen an sein junges Publikum und die passten gut auf.

Neben dem Vortrag wurde auch ein Kurzfilm über die Herzfrequenz gezeigt. Komplizierte Sachverhalte wie das Thema Blutdruck erläuterte der Professor am Beispiel eines Fahrradschlauches.

Doch alle theoretischen Erklärungen sind nichts gegen eine praktische Vorführung. Einige freiwillige Studenten durften sich auf die OP-Liege legen und ein EKG von sich machen lassen. Dass die Aufregung in den ersten Sekunden, nachdem die Elektroden angebracht wurden groß war, konnte man an der Herzfrequenz der Probanden erkennen. Der Andrang war enorm, jeder hätte sich gern untersuchen lassen.

Nach einer Stunde war dann die Vorlesung beendet. Die angehenden Mediziner hatten ihren Erfahrungsschatz erweitert und waren auch um einen Button reicher, den sie, wie üblich, als Nachweis über die Teilnahme an der Veranstaltung erhielten.

Die nächste Vorlesung findet bereits am 20. Februar statt. Unter dem Titel „Wozu brauchen wir zwei Augen“ geht es dann um das Thema Sinnestäuschungen. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. Als nächstes steht danach noch eine Veranstaltung über Bienen auf dem Programm. Porath bedankte sich in diesem Zusammenhang noch einmal bei den Referenten, die alle ohne Bezahlung diese Vorlesungen gestalten und meist nicht einmal Fahrtgeld verlangen.

Tore Harmening

Von Tore Harmening