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Bergen Stadt Kommers: Hauptmann Holger Thiel bestraft unanständige Berger Schützen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Kommers: Hauptmann Holger Thiel bestraft unanständige Berger Schützen
17:24 08.07.2018
Von Christoph Zimmer
Quelle: Oliver Knoblich
Bergen Stadt

Bergen. Günther Lange und Jens Henrik Hoopmann waren zwei von ihnen. Lange hatte den Orden verloren, den er als Stadtkönig 1995 erhalten hatte. An der Schützenjacke von Hoopmann hielt dagegen der Orden des Zweiten Ministers, den er erst am Donnerstagabend erhalten hatte, nicht sonderlich lange. Er musste als Strafe 20 Euro in jede Zugkasse zahlen, Lange spendete ein Fass Bier.

Wenig später ertönte die Polizeisirene und die Beamten Guido Koch und Melanie Otte führten Carsten Friedrich in einer gespielten Verhaftung in Handschellen in das Festzelt. Friedrich ist Zweiter Schriftwart der Schützengilde Sülze – und mit der hatte Thiel ein ernstes Wort zu sprechen. „Wir haben einen Schwerkriminellen im Saal“, schrie Thiel unter großem Beifall. Im Oktober hatte der Hauptmann ein Vergleichsschießen in Sülze gewonnen. In dem folgenden Bericht im Berger Anzeiger stand dann allerdings Thiele statt Thiel. „Ich war tatsächlich bester Einzelschütze“, sagte Thiel, „und dann schreiben die Sülzer meinen Namen falsch.“ In der von ihm geforderten Korrektur tauschten die Sülzer dann zwar das Foto aus – den Namen schrieben sie aber erneut falsch. „Auf dem Foto sah ich auch noch komplett unvorteilhaft aus. Ich weiß nicht, wie sie das mit Photoshop geschafft haben“, nahm er sich gleich auch auf die Schippe. Friedrich entschuldigte sich genauso humorvoll für den Fehler. „Bei uns konnte sich einfach keiner vorstellen, dass du wirklich bester Einzelschütze warst.“ Riesengelächter im Festzelt. Auch er spendete ein Fass Bier.

Bestraft wurden aber auch die Gewerbetreibenden im Schützencorps – quasi als Initiatoren des Schreibfehlers. Mit ihrem Slogan der Aktion „B‘R‘G‘N*E – Stadt gibts nur mit“ hätten sie in der Zeitung der Schützen erst zum Hinzufügen des Buchstabens angestiftet. Dafür mussten die Verantwortlichen und weitere Schützen sich im Festzelt in den Kleinwagen des Schützencorps zwängen. Am Ende passten 20 von ihnen darauf und darein. „Das sollte reichen, dass sie meinen Namen nie wieder vergessen“, sagte Thiel unter dem Jubel der Schützen.

Zu Beginn des Kommers wurde Eckhard Lütjens nach 27 Jahren als Protokollführer verabschiedet. Willi Alms senior erhielt eine Auszeichnung für 65 Jahre Mitgliedschaft im Schützencorps. Nach dem Kommers ging es bei bestem Wetter zum großen Umzug durch die Stadt.

Der Samstag stand im Zeichen der Kinder und Jugendlichen. Walid Shanibagi und Kisnia Ninche errangen die Titel der Kinderkönige. Maximo Bamberg und Lea-Louise Hooley wurden Jugendkönige. Am Samstagabend heizte dann Andreas Kuhlage bei der N-Joy-Party im Festzelt den Besuchern ordentlich ein. Tanzeinlagen mit einigen Gästen inklusive.

Was waren das früher für Schützenfeste in Bergen? Wie schön wurde da gefeiert? Wie viel wurde da getanzt? – Und heute? Die meisten werden sich die Antwort denken können. Schließlich war früher alles besser. Es gibt in Bergen aber zumindest einen Mann, der das nicht so sieht. Und das ist kein Geringerer als der Kommandeur des Berger Schützencorps. Beim traditionellen Festessen im Stadthaus stellte Henrik Kohlmann die These auf, dass früher alles schlechter war. Insgesamt 270 Schützen, Gäste und Vertreter der Berger Partnerstädte Pembroke-Town (Wales), Srem (Polen) und Hendrik-Ido-Ambacht (Niederlande) genossen am Freitag Hochzeitssuppe und Rindsrouladen.

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