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Bergen Stadt Konkurrenz aus eigener Partei
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Konkurrenz aus eigener Partei
17:23 18.09.2018
Von Christopher Menge
Sowohl Frank Juchert als auch Claudia Dettmar-Müller wollen Bürgermeister in Bergen werden. Vermutlich treten die beiden Christdemokraten gegeneinander an.
Bergen

Während sich Bergens Kämmerer bei der CDU beworben hat, hat sich die stellvertretende CDU-Bürgermeisterin für eine freie Kandidatur entschieden.

"Ein Bürgermeister sollte grundsätzlich neutral sein", sagt Dettmar-Müller. "Das erwarten die Bürger." Als freie Kandidatin könne sie darüber hinaus ihre eigenen Vorstellungen und Ziele deutlicher formulieren. Sie unterliege dann nicht den Zwängen der Fraktion. "Die Berger haben die Möglichkeit, das Original zu wählen", sagt die 50-Jährige. "Ich wünsche mir einen fairen Wahlkampf, nach dem die Berger frei entscheiden können."

Doch die Situation ist prekär. Denn im Gegensatz zu Juchert, der sich als einziger als CDU-Bürgermeisterkandidat beworben hat, ist Dettmar-Müller Mitglied der CDU-Fraktion im Berger Stadtrat – und will das auch bleiben. "Meine politische Einstellung kennt jeder", sagt Dettmar-Müller. "Ich bin grundkonservativ, christlich und demokratisch." Ein Parteiaustritt sei daher nicht geplant.

Sollte Dettmar-Müller doch noch die CDU-Fraktion verlassen (müssen), hätte das gravierende Auswirkungen auf den Berger Stadtrat. Derzeit besitzt die CDU mit 16 Sitzen die absolute Mehrheit. Wenn sich Dettmar-Müller einer anderen Fraktion anschließen oder als Einzelabgeordnete ihr Mandat wahrnehmen würde, gäbe es ein Patt zwischen CDU und Opposition. Die Stimme des Bürgermeisters wäre dann entscheidend. Der Berger Verwaltungschef heißt noch bis zum 31. Oktober 2019 Rainer Prokop (CDU).

Aber: Wie Dettmar-Müllers Zukunft in der CDU aussieht, steht in den Sternen. Fest steht bisher nur, dass sich die ehemalige Geschäftsführerin des CDU-Kreisverbandes Celle für eine Einzelkandidatur entschieden hat. Bei der CDU hat der Stadtverbandsvorsitzende Peter Meinecke zugunsten von Juchert auf eine Bewerbung verzichtet. "Es ist mir eine große Ehre, dass mein Name gehandelt wurde, aber Frank Juchert ist der bessere Mann", sagt Meinecke. "Wir unterstützen seine Bewerbung." Juchert sei ein kommunikativer Mensch, dessen Auftreten der Stadt Bergen gut tue. "Zudem hat er die Fach- und Sachkenntnisse, um die Verwaltung zu führen", sagt Meinecke.

Am 24. Oktober soll der CDU-Kandidat bei einer Nominierungsveranstaltung endgültig gekürt werden. Es sei möglich, dass andere Mitglieder an diesem Abend noch kandidieren, betont Meinecke.

Bis dahin werden sich die anderen Parteien sicherlich ihre Gedanken darüber machen, ob sie die Kandidatur von Dettmar-Müller unterstützen wollen. Die zweifache Mutter und Inhaberin des Berger Cafés Sahne sieht an einigen Stellen Verbesserungsbedarf für Bergen. "Die Entwicklung unserer Stadt in den letzten Jahren war in Teilbereichen gut, aber sie hätte aus meiner Sicht auf breitere Fundamente gestellt werden müssen", sagt Dettmar-Müller. "Tourismus wird nach wie vor stiefmütterlich behandelt, die Wirtschaftsförderung beziehungsweise der Ausbau muss zwingend verbessert werden, der Investitionsstau unserer Immobilien ist gelinde gesagt enorm und die Ausweisung von Bauplätzen ist viel zu schwerfällig."

So spannend können Geschichten aus der Bibel sein. Das Musical "Unterwegs mit David" hat kleine und große Zuschauer in der Berger St.-Lamberti-Kirche begeistert.

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