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Bergen Stadt Ministerin Hendricks übergibt Förderurkunde für Begegnungsstätte an Stadt Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Ministerin Hendricks übergibt Förderurkunde für Begegnungsstätte an Stadt Bergen
17:50 28.06.2017
Von Christopher Menge
3,62 Millionen Euro für Bergen: Bundesbauministerin Barbara Hendricks fördert die „Internationale Begegnungsstätte”. Quelle: Ulrich Frassl
Bergen Stadt

"Ich freue mich, dass unsere langjährige Idee einer Internationalen Begegnungsstätte in Bergen nun Wirklichkeit werden kann”, erklärte Bürgermeister Rainer Prokop. "Die IBB ist ein Meilenstein für die Stadtentwicklung von Bergen und soll uns als Stadt des Friedens und der Internationalität eine besondere Visitenkarte sein. Mit ihr können wir über Ländergrenzen hinaus neue Akzente setzen." Besonders bedankte er sich bei der niedersächsischen Landesregierung für ihre Unterstützung.

Am 14. September werden sich die Initiatoren des Projekts, die seit 2014 kooperieren und mit zwei Workshops eine wichtige Grundlage für den erfolgreichen Antrag lieferten, wieder in Bergen treffen und am Abend gemeinsam zum Bürgerdialog ins Stadthaus einladen. In den Prozess sollen dann möglichst viele Bürger und Akteure eingebunden werden. Zuletzt hatte der Berger Ortsrat Bedenken geäußert, dass womöglich eine teure Begegnungsstätte gebaut werde könnte, die zu einer teuren Ruine werde, weil keine Betreiber gefunden würden. Das würde dann zulasten der Steuerzahler gehen. Auch der von der Verwaltung favorisierte Standort auf dem ehemaligen NAAFI-Gelände/Stadtpassage war nicht bei allen auf Gegenliebe gestoßen. In einem öffentlichen Diskussionsprozess soll daher nach Lösungen gesucht werden.

Mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten steht unterdessen ein Kooperationspartner schon fest. Geschäftsführer Wagner strebt mit der Stadt Bergen eine Partnerschaftsvereinbarung zur IBB an und will den Programmbetrieb unterstützen. "Die IBB ist für die Gedenkstätte Bergen-Belsen von großem Wert. Deshalb werden wir uns nach Baufertigstellung am pädagogischen Programm beteiligen und dies zügig noch im Herbst 2017 mit der Stadt Bergen vereinbaren", sagte Wagner. "Dazu zählt ein Informationsgrundangebot über Bergen-Belsen, zum Beispiel der Aufbau einer IBB-Bibliothek." Auch am Bildungsprogramm wolle man sich aktiv beteiligen. "Die Gruppen, die pädagogische Angebote der Gedenkstätte und künftig des geplanten Bildungszentrums in der benachbarten Kaserne Bergen-Hohne in Anspruch nehmen, sollen in der IBB nicht nur untergebracht, sondern dort mit Unterstützung der Gedenkstätte auch didaktisch betreut werden", so Wagner.