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Bergen Stadt Nutzung von Berger Slim School auf dem Prüfstand
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Nutzung von Berger Slim School auf dem Prüfstand
16:46 20.06.2018
Bergen Stadt

In einem Antrag will sie den Rat darüber abstimmen lassen, mehrere Optionen zur weiteren Nutzung der Schule zu prüfen. „Der Antrag zielt darauf ab, herauszufinden, ob die Stadt die Slim School nicht von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben kaufen sollte. Ansonsten zerfällt die Anlage immer mehr“, sagt CDU-Ratsmitglied Christian Böker.

Die CDU hat hierfür eine Reihe an Verwendungsmöglichkeiten auf dem Zettel. Demnach soll das Gelände, auf dem die Schule steht, genutzt werden, um neue Krippen- und Kitaplätze sowie eine neue Grundschule einzurichten. Ob die alte Schule auch wieder in Betrieb genommen werden kann oder die Slim School einem neuen Gebäude weichen muss, soll die Prüfung zeigen.

„Noch ist nichts beschlossen und solange ist gedanklich erstmal alles erlaubt“, sagt Bürgermeister Rainer Prokop. Doch dass weitere Plätze für die Kinderbetreuung geschaffen werden, ist wahrscheinlich. „Wir brauchen mehr Kapazitäten“, sagt Prokop. Der anhaltende Zuzug nach Bergen zeige dies.

Außerdem sei die Lage schon jetzt angespannt. „Die Hinrich-Wolff-Schule und die Eugen-Naumann-Schule sind bereits ausgelastet“, heißt es in dem Antrag der CDU-Fraktion.

Auch bei den Krippenplätzen könnte es demnächst eng werden. Deshalb will die Stadt kurzfristig zwei Container auf das Gelände der Slim School platzieren, die 15 Halbttags- und 12 Ganztagsplätzen Raum bieten sollen. „Damit ist der Bedarf aktuell gedeckt“, sagt Karen Schledermann, Leiterin des Fachdienstes Interner Service der Stadt Bergen.

Wann die Krippenplätze zur Verfügung stehen, kann sie allerdings nicht sagen. Die geplante Nutzung ab dem 1. August dieses Jahres wird sich verzögern, da die Ausschreibungen für das Bauverfahren weitere Zeit benötigt. „Unser Ziel ist jetzt der 1. September“, sagt Schledermann. Doch auch das ist nur im Idealfall zu erreichen. Das heißt: Wenn sich demnächst schnell eine Firma findet, die den Auftrag bis dahin umsetzen kann. „Wir werden die Eltern zeitnah informieren, wann sie ihre Kinder dort abgeben können“, sagt Schledermann.

Wie sich der Bedarf generell entwickelt, sei kaum vorauszusehen. „Keiner weiß, wie viele Kinder kommen“, sagt Böker. Und Prokop ergänzt: „Der Elternwille ist frei. Manche kommen neu nach Bergen hinzu, andere melden ihre Kinder vielleicht erst ein Jahr später an als zuerst geplant.“ Deshalb sei es um so wichtiger, so früh wie möglich vorhandene Optionen zu prüfen, um dann flexibel auf den Bedarf reagieren zu können. Darauf dürfte sich auch der Rat heute einigen.

Die zwei Abschlussklassen aus dem 10. Jahrgang der Anne-Frank- Oberschule Bergen feierten mit dem Kollegium der Schule, ihren Eltern und vielen weiteren Gästen die Vergabe ihrer Zeugnisse.

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