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Bergen Stadt Ochsen geht auf Weg von Bergen nach Sülze die Puste aus
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Ochsen geht auf Weg von Bergen nach Sülze die Puste aus
18:38 24.05.2018
Quelle: David Borghoff
Bergen Stadt

Energisch schüttelt Paul seinen großen Kopf. Fast sieht es so aus, als wolle er einfach durchbrechen. Er lässt ein lautes "Muuhhh" von sich. Sein Zwilling Oskar tut es ihm gleich. Das Ochsengeschwisterpaar will sich in Bewegung setzen – doch Jürgen Schlüter und Werner Lorenz haben sie buchstäblich bei den Hörnern gepackt. "Die wollen raus aus der Sonne", sagt Schlüter. Die beiden Tiere stehen mitten in Bergen. Über ihre breiten Nacken ist ein massives Joch aus Holz gelegt. Darüber ist ein Holzkarren an die Tiere gespannt. Auf dem transportieren sie 100 Kilogramm Salz.

Die Tiere stehen kurz vor dem Start der dritten Etappe der historischen Salztour des Salzsiedevereins Soltau anlässlich seines zehnjährigen Bestehens. In den vergangenen zwei Tagen sind sie bereits von Soltau aus nach Wietzendorf und von dort aus nach Bergen gegangen. Das nächste Ziel heißt Sülze. Doch ihr Start verzögert sich um einige Minuten. Ihre menschlichen Begleiter vom Salzsiedeverein sind noch in Gespräche mit einigen interessierten Anwohnern vertieft. "Wir gehen jetzt langsam Richtung Schatten", ruft Schlüter. Daraufhin setzt sich die Gruppe in Bewegung.

Die Sonne strahlt bereits am frühen Morgen vom Himmel und die vom Asphalt abgestrahlte Hitze ringt den mitlaufenden Menschen einige Schweißperlen ab. Doch die beiden Ochsen ziehen ihre Fracht ohne viel Mühe bis kurz an die Ortsgrenze von Bergen. Dann ist Schluss. Sie geben noch ein lautes "Muh" von sich und bleiben abrupt stehen.

Durch den Tierlaut auf den Salztransport aufmerksam geworden, kommt Jutta Scheibchen ins Staunen, als sie sieht, was für zwei Kolosse sich im Schatten ihrer Hecke ausruhen. "Ich habe gedacht, es ist eine Kuh entlaufen", sagt sie. Mit zwei Ochsen, die einen Karren voller Salz wie vor 1000 Jahren transportieren, hat sie nicht gerechnet.

"Die zwei haben Muskelkater", sagt Schlüter. Die Anstrengung der vergangenen Tage steckt ihnen noch in den Beinen. "Es nützt nichts", meint der Ochsenführer weiter. Paul und Oskar werden nicht weitergehen. "Das sind Tiere mit einem ganz eigenen Kopf. Die lassen sich nichts sagen", sagt Wilfried Worch-Rohweder, Vorstandsvorsitzender des Salzsiedevereins Soltau. Doch das sei nicht schlimm. "Wir sind auf alles vorbereitet und wollen die Tiere ja auch nicht quälen", erklärt er. Die erschöpften Ochsen und ihre Fracht werden auf einen Anhänger geladen und den Rest des Weges bis nach Sülze gefahren. "Früher hätten sich die Menschen einfach zu den Tieren ins Gras gesetzt", sagt Worch-Rohweder lachend. "Heute machen wir eben einfach mit dem Auto weiter."

Großer Schock für Familie Müller/Arndt aus Bergen: Am Mittwochvormittag haben Mitarbeiter der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen und der Celler Kreisveterinär Heiko Wessel ihr Känguru Viggo abgeholt. Das Rotnackenwallaby soll in der Wildtierstation untergebracht werden.

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