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Bergen Stadt Ortsrat Bergen votiert für Parkverbot auf Friedensplatz
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Ortsrat Bergen votiert für Parkverbot auf Friedensplatz
16:35 03.08.2018
Von Christopher Menge
Karikatur 26.1.17 Parkverbot Parken Friedensplatz Bergen Quelle: Ulrich Frassl
Bergen Stadt

Wie der Allgemeine Vertreter des Bürgermeister Frank Juchert, mitteilte, entstehen durch die geplante Verkehrsführung vier Parkplätze im Bereich der Einfahrt aus der Lukenstraße und weitere sieben Parkplätze und ein Behindertenparkplatz im Bereich der Einmündung Kirchgasse. Die Ortsratmitglieder waren mit dem Vorschlag der Verwaltung sehr zufrieden. „Das geht noch ein Schritt weiter als unser Antrag vor zwei Jahren“, sagte Randolf Horrer.

Der SPD-Mann bekräftigte nochmal, dass der einzige Plan, der öffentlich gewesen sei, eine Fußgängerzone auf dem Friedensplatz vorgesehen habe. „Angeblich wurden die Parkplätze den Geschäften zugesagt – wenn das so ist, müssten wir das berücksichtigen“, sagte Peter Meinecke (CDU). Juchert entgegnete, dass das sicher geprüft worden sei. So konnte auch Meinecke ruhigen Gewissens für den Antrag stimmen. Seine Parteikollegin Claudia Dettmar-Müller, die das Café Sahne am Friedensplatz betreibt, hatte sich nach der ersten Empfehlung des Ortsrates, den Friedensplatz für Autos zu sperren, gemeinsam mit anderen Anliegern an Bürgermeister Rainer Prokop gewandt, um die Parkplätze zu erhalten.

„In diesem Bereich gibt es keine baurechtlich genehmigten Parkplätze, sodass auch Anlieger diesen Bereich nicht erreichen müssen“, heißt es in der Vorlage. „Die Verkehrsführung ist so geplant, dass durch die vorgeschriebenen Fahrtrichtungen dieser Bereich nicht mehr befahren werden kann.“ Fußläufig könne der Friedensplatz innerhalb weniger Minuten von öffentlichen Parkplätzen erreicht werden.

Der Berger Rudolf Arians hatte schon in der Ortsratssitzung am 2. November eine Statistik präsentiert, die 332 Parkplätze in der Nähe des Friedensplatzes ausweist. Er meldete sich auch dieses Mal in der Einwohnerfragestunde zu Wort und fragte, ob es jetzt endgültig sei, dass die Autos vom Friedensplatz verschwinden. Juchert geht davon aus. Die endgültige Entscheidung zur Widmung trägt allerdings der Stadtrat.

Vertrag mitSolar-Firma abgelehnt

In der Ortsratsitzung war auch ein möglicher Vertrag zwischen der Stadt Bergen und der Sybac Solar GmbH Thema. Die Firma möchte gerne, Solarzellen auf den Dächern von sechs Gebäuden in Bergen – Hinrich-Wolff-Schule, Eugen-Naumann-Schule, Sporthalle Heisterkamp, Kita Neuer Weg, Bauhof und Mehrzweckhalle am Hohner Kirchweg – und an der Dahlhof-Schule in Sülze installieren. Die Stadt soll dafür 6000 Euro jährlich oder einmalig 88.000 Euro erhalten.

Nach Auffassung des Ortsrates kommt dieser Vertrag aber nicht zustande. Einstimmig empfahl das Gremium der Verwaltung, den Vertrag nicht abzuschließen und stattdessen zu prüfen, ob ein Eigenbetrieb von Solaranlagen sinnvoll sei. Christian Böker (CDU) wies daraufhin, dass durch die lange Vertragslaufzeit von 20 Jahren plus möglicher Verlängerung um 10 Jahre bedeute, dass die Gebäude so lange erhalten bleiben müssten: „Am Ende käme da ein Riesen-Minus raus.“ Ulrike Tschiskale (Grüne) störte sich vor allem an dem Passus, dass Ausfallzahlungen von 250 Euro bezahlt werden müssten. Einig waren sich zudem alle, dass 6000 Euro Ertrag zu wenig seien.