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Bergen Stadt Ortsrat Bergen will keine graue Stadt
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Ortsrat Bergen will keine graue Stadt
02:25 07.08.2018
Behälter hinter dem Berger Rathaus Quelle: Udo Genth
Bergen Stadt

Eisengrau - RAL 7011, das sollte die Farbe für die neuen Mülleimer in Bergen sein, die gleich flächendeckend für die Ortschaft angeschafft werden sollten. Doch da spielte der Ortsrat in seiner Sitzung diese Woche nicht mit. „Wir wollen keine graue Stadt”, sagte Ortsbürgermeister Virendra Singh nach der Sitzung.Das Gleiche gilt nach seiner Darstellung auch für Bänke und Lampen. „Vor einigen Jahren wurde im Ortsentwicklungskonzept festgelegt, dass Grün bei der Gestaltung des Ortes eingesetzt werden soll. Dieses Konzept sollte nach unserer Auffassung weiter verfolgt werden”, so der Ortsbürgermeister. Der Ortsrat machte damit dem Planer Uwe Michel einen Strich durch die Rechnung, der diese Anschaffung empfohlen hat.Es ist nicht das erste Mal, dass es zu Streit zwischen Planer und der Politik im Ortsrat Bergen kommt. Auch das Konzept für den Brunnen musste bereits überarbeitet werden. Singh sieht bei den Abfalleimern keine Kompromisslösung. „Der Ortsrat wird keine Lampen, Abfallkörbe oder Bänke finanzieren, die nicht im Einklang mit dem Ortsentwicklungskonzept stehen.”Beteiligen will sich der Ortsrat hingegen an den Toiletten für die Sanierung der St. Lamberti-Kirche. Die Gemeinde wird im Gegenzug bei Veranstaltungen auf dem Platz die Türen offen lassen. „Eine öffentliche Toilette hätte alleine 60.000 Euro gekostet. So haben wir eine günstige Lösung gefunden, die allen hilft”, zeigte sich Singh zufrieden.Verschoben wurde das Thema Hundetoiletten. Der Ortsrat hatte vor zwei Jahren 17 Hundetoiletten aufgestellt und wollte jetzt schauen, ob die Standorte richtig sind. „Es gab allerdings die Meinung, dass man lieber nach dem Abzug der Briten dieses Thema angehen soll, weil sich der Bedarf dann ändern kann”, sagte Singh. Ebenfalls noch einmal verschoben wurde die Idee eines Frühjahrsputzes. Der soll jedes Jahr stattfinden, aber jetzt ist die Vegetation schon zu weit, so dass vieles verdeckt wird. „Wir wollen das aber machen, denn wir bekommen viele Hinweise auf Dreckecken”, sagte Singh. Es werde aber nur mit Beteiligung der Bevölkerung gehen.Tore Harmening

Von Tore Harmening