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Bergen Stadt Rübenanbauern blicken in Bergen auf Rekordjahr
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Rübenanbauern blicken in Bergen auf Rekordjahr
13:08 20.02.2015
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Auch für Nordzucker sei das abgelaufene Rübenjahr sehr erfreulich. „Die Aussaat erfolgte schon Mitte März unter sehr guten Bedingungen", so Georg Sander, Leiter des Agri Center in der Zuckerfabrik Uelzen. Ein schnelles Auflaufen der Rübensamen und eine optimale Niederschlagsverteilung führten zu hohen Zuckererträgen. „In der Region Celle und Heide haben die Landwirte rund 14 Tonnen Zucker je Hektar geerntet.“

Damit der Zuckerrübenanbau wettbewerbsfähig bleibe, animierte RAN-Geschäftsführer Stefan Büsching die Rübenanbauer dazu, alle Reserven zu nutzen, um einen möglichst hohen und stabilen Zuckerertrag zu erzielen. „Dann wird die Rübe auch weiterhin eine interessante Feldfrucht sein.“

Mit Blick auf das Frühjahr und die nahende Aussaat riet Frank Knälmann von Nordzucker den Anbauern, nach „dem Rekordjahr 2014 für das Anbaujahr 2015 ihre Zuckerrübenflächen deutlich einzuschränken, um Zuckerbestände abbauen zu können. Jetzt gilt es, die Märkte im Auge zu behalten und eng an der Vertragsmenge zu planen.“ Für die kommenden Jahre zeigte sich Knälmann zuversichtlich, dass Nordzucker sich mit den Rübenanbauern wettbewerbsfähig und marktorientiert aufstellt.

Vor dem Hintergrund der Brüsseler Beschlüsse zur Abschaffung der Zuckerquotenregelung ab 2017 steht die Rüben- und Zuckerbranche laut RAN vor erheblichen Herausforderungen. Anstelle der bisher existierenden Mengen- und Preisgarantien werden Vertragsbedingungen und Rübenpreise ab 2017 direkt zwischen Zuckerunternehmen und Zuckerrübenanbauerverbänden ausgehandelt. Nordzucker und Union-Zucker Südhannover GmbH haben in ihren Satzungen laut einer Mitteilung garantiert, dass nach dem Wegfall des Quotensystems jeder rübenanbauende Aktionär einen Anspruch hat, Rüben an das Unternehmen zu liefern. „Die Holding muss den Lieferanspruch des rübenanbauendenAktionärs gewährleisten, wie es in der Satzung niedergeschrieben steht. Dabei darf sie die Wettbewerbsfähigkeit der Nordzucker AG nicht aus den Augen verlieren“, so Helmut Bleckwenn.

Von Tore Harmening