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Bergen Stadt SPD kritisiert Verschiebung der Krippe Eversen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt SPD kritisiert Verschiebung der Krippe Eversen
04:29 09.08.2018
Bergen Stadt

Eversen bekommt vorerst keine eigene Krippengruppe. So lautet das einstimmige Votum des Ausschusses für Kindertagesstätten als Empfehlung für den morgigen Rat. Die SPD hatte in der Sitzung allerdings keinen stimmberechtigten Vertreter und kritisiert den Plan, das Projekt in Eversen auf Eis zu legen. „Die Verwaltung lehnt den Bau in Eversen ab, weil dort im Wesentlichen Halbtagsplätze gewünscht worden waren. Es wurde allerdings in Eversen auch nur von Halbtagsplätzen gesprochen“, sagte SPD-Ratsmitglied Annette von Pogrell. Es sei deshalb für die SPD nicht nachvollziehbar, warum das zu einem Ablehnungskriterium werde.

Die SPD halten es zudem für wirtschaftlich außerordentlich bedenklich, wenn in Eversen mit großen finanziellem Aufwand ein Baugebiet eingerichtet, die Infrastruktur für junge Familien aber andernorts geschaffen werde. Es sei festzustellen, dass die Bereitschaft, in kommunale Angebote zu investieren, sinke, je weiter die Entfernung zum Kernort ist. Bergens Bürgermeister Rainer Prokop wurde auch eine Unterschriftenliste von zwölf Eltern überreicht, die in Eversen wohnen und einen Krippenbau unterstützen.

Prokop weist die Kritik an dem neuen Vorschlag und der Zurückstellung des Projektes in Eversen zurück. „Es fehlen bisher genügend verbindliche Zusagen, die eine Krippe in beiden Orten rechtfertigen würde“, sagte Prokop. Sobald die Krippe in Sülze errichtet worden sei, werden man sich die Anmeldezahlen dort genau anschauen. „Wenn es genügend Anmeldungen gibt, könne wir auch über Eversen reden. Ich erwarte jetzt aber zunächst mal die Abstimmung mit den Füßen und nicht bloße Lippenbekenntnisse“, so Prokop weiter.

Nach den jetzt vorgelegten Plänen wird statt der Krippe in Eversen zunächst einmal eine zusätzliche Krippengruppe in der Stadt Bergen eingerichtet, weil hier die Zahl der Anmeldung laut Verwaltung deutlich höher liegt.

Von Tore Harmening