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Bergen Stadt "Schönheits-OP" für Celler Straße in Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt "Schönheits-OP" für Celler Straße in Bergen
06:36 07.08.2018
Von Jürgen Poestges
Das rote Pflaster vom Weg zum Friedensplatz soll auf dem Bürgersteig an der Celler Straße fortgesetzt werden. Dort sind Fußgänger und Radfahrer gleichberechtigt. Quelle: Alex Sorokin
Bergen Stadt

Uwe Michel kommt aus Hildesheim. Zuletzt hat der Landschaftsarchitekt aber viel Zeit in Bergen verbracht. Denn er hat die Planungen für die „Attraktivierung der Celler Straße“ vorgenommen. Bei einer Begehung stellte er sie jetzt konkret den Mitgliedern des Sonderausschusses Stadtmitte vor.

Ab der Höhe Bahnhofstraße wird auf beiden Seiten Gehweg und Radweg zusammengelegt. Zur Straße hin wird in einem Streifen von 70 Zentimetern ein gelblicher Stein verlegt. Es folgt eine schmaler Streifen mit Naturstein, bevor dann auf einer Breite von 2.50 Metern der Weg für Fußgänger und Radfahrer mit einem roten Stein gelegt wird.

„Um die Ein- und Ausgänge der Geschäfte kenntlich zu machen, werden wir davor jeweils einen Rand mit Naturstein legen“, erklärt Michel. „Das ist ein Signal vor allen Dingen für die Radfahrer, dass in diesem Bereich etwas anders ist.“ Dass sich Fußgänger und Radfahrer nach der Aufhebung der Abgrenzung beider Wege, wie sie zur Zeit besteht, gegenseitig behindern, glaubt er nicht. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass da die Rücksichtnahme eher größer wird. Wenn jeder seinen Bereich, dann besteht er auch darauf.“

Es wird zusätzlich an verschiedenen Stellen neue Grünstreifen geben, etwa vor dem Modehaus Hiestermann an der Ecke zur Bahnhofstraße. Außerdem wird in diesem Bereich der Fahrradweg in die Bahnhofstraße hinein um die Kurve herum gezogen. Wer hier geradeaus weiter geht, der wird die Trennung von Rad- und Fußweg wieder vorfinden.

Auch „rundum“ wird Verschönerungen geben. So wird zum Beispiel der Fußweg zwischen Celler Straße und Bergstraße ebenfalls mit dem roten Pflaster belegt werden, ebenso der kleine „Park“ an der Ecke Kärnerstraße.

Diskussionen gab es über die zahlreichen Hinweisschilder an der Straße. Diese seinen allerdings notwendig, so Michel, weil es zahlreiche Einmündungen gebe und es außerdem unabdingbar sei, weil es an einer Bundesstraße so vorgesehen ist.

Die Baumaßnahmen kosten rund 453.000 Euro, An EFRE-Fördermitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) sind rund 326.000 Euro zugesagt. Sie beginnen am 11. August und sollen bis Mitte November beendet sein.

Die Behinderung beim Zugang zu den Geschäften soll so gering wie möglich gehalten werden. „Das kann höchstens einmal passieren, wenn das Pflaster neu verlegt wird“, sagt Michel. Der Autoverkehr wird gar nicht behindert, die Celler Straße bleibt während der gesamten Baumaßnahme zweispurig. An einigen Stellen werden zusätzlich Schmutzwasserrohre ausgebessert und Regenwasserrohre ausgewechselt.