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Bergen Stadt Supermarkt soll Innenstadt in Bergen beleben
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Supermarkt soll Innenstadt in Bergen beleben
18:45 10.03.2017
Von Christopher Menge
Bergen Stadt

Sogar beim Thema „Parkplätze“ gingen die Meinungen auseinander. Während ein Mann meinte, dass man mindestens 600 bis 700 Stellplätze in der Innenstadt bräuchte, waren die meisten Bürger aber der Meinung der Planer, dass die 330 vorhandenen Parkplätze ausreichen würden – aber sie müssten besser ausgeschildert werden. Ob auf dem Friedensplatz geparkt werden dürfe? – Da waren die Anwesenden unterschiedlicher Meinung. Aber: Der Platz ist wichtiger Bestandteil der Planungen. Kann sich hier vielleicht Gastronomie ansiedeln, die viele in der Innenstadt vermissen?

Die Pläne sehen auf jeden Fall vor, einen Supermarkt in der Innenstadt anzusiedeln. Dieser soll dort entstehen, wo heute das Gemeindezentrum ist. Dieses soll dafür auf die andere Seite der Celler Straße in einen Neubau ziehen. Der Nahversorger soll Frequenz bringen und den Einzelhandel stärken. Einige Zuhörer kritisierten allerdings, dass die Planungen den Bereich „Celler Straße“ zu sehr in den Fokus rücken und andere Straßen vernachlässigt würden. Das ehemalige NAAFI-Gelände bis hin zum Bürgerpark ist aus Sicht der Planer nicht der geeignete Standort für einen Supermarkt. Hier soll barrierefreies Wohnen ermöglicht werden.

„In Zentren, die gut funktionieren sollen, muss gewohnt werden“, betonte Lisa Nieße von „plan zwei“. „Die Anwohner füllen den Raum mit Leben – auch nach Ladenschluss.“ Die Idee „Wohnen am Bürgerpark“ kam bei den meisten Bergern gut an. Auch wenn zwischendurch die Idee kam, das geplante Begegnungszentrum an diesem Ort anzusiedeln.

Das Konzept, das dann bald in den städtischen Gremien diskutiert werden wird, hat aber noch weitere Facetten. Der Rahmenplan für den Stadtumbau Bergen sieht für die Stadtmitte insgesamt fünf Handlungsfelder. Neben dem Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistung sind das Wohnen, Tourismus, attraktive Grünräume und Mobilität. Beim zuletzt genannten Punkt heißt die Devise beispielsweise, dass die Frequenz der Bundesstraße 3 genutzt werden müsse, der Verkehr die Innenstadt aber nicht dominieren dürfe. Bergens Bürgermeister Rainer Prokop hatte zu Beginn der Veranstaltung betont, dass die Stadt Bergen den eingeschlagenen Weg bei der Konversion weitergehen wolle – unabhängig von den derzeitigen Vorüberlegungen der USA, 4000 Soldaten in Bergen zu stationieren. „Wir wissen ja nicht, was daraus wird“, sagte Prokop.