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Bergen Stadt Weg des Friedens und der Internationalität in Bergen eingeweiht
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Weg des Friedens und der Internationalität in Bergen eingeweiht
23:37 03.08.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Michael Schäfer
Bergen Stadt

"Wir haben jetzt ein Naherholungsgebiet, wo die Berger sonntags spazieren gehen könnte", sagte der ehemalige Ortsbürgermeister Dieter Obenauf. Er hatte das Projekt im Jahr 2008 ins Leben gerufen. Seitdem sparte der Ortsrat aus seinen Mitteln jedes Jahr mindestens 10.000 Euro. Als im vergangenen Jahr dann 100.000 Euro angespart waren, begannen die konkreten Planungen. "Da haben wir dann festgestellt, dass es teurer wird", sagte Singh. Ein Förderantrag bei der Leader-Region Kulturraum Oberes Örtzetal war die Lösung. Im Endeffekt werden 60 Prozent der Kosten – knapp 144.000 Euro – über Fördermittel finanziert.

Die Berger haben dadurch nicht nur einen schönen Weg vom Parkplatz hinter dem Standesamt am Deichend bis zum Ententeich, sondern auch die Möglichkeit, sich im "Outdoor-Fitnesspark" körperlich zu betätigen. "Ich bin davon überzeugt, dass das sehr gut angenommen wird", sagte Frank Bührmann, Bauingenieur der Stadt Bergen. Weitere Geräte sollen in Zukunft noch hinzukommen. Singh und Bergens Bürgermeister Rainer Prokop probierten den Ellipsen- und den Unterkörpertrainer gestern gleich schon einmal aus.

Beim Gang über den auf 400 Meter erneuerten Weg soll aber nicht nur der Körper, sondern auch der Geist in Gang kommen. Auf fünf Tafeln, die am Wegesrand aufgestellt sind, stehen Sprüche, die zum Nachdenken anregen sollen. "Sie spiegeln die Sehnsucht nach Frieden, aber auch die Internationalität der Berger Gesellschaft wider", sagte Prokop.

Ganz konkrete Konsequenzen hat die Umgestaltung des Weges für die Anwohner des Ziegeleiweges. Ab sofort ist der Durchgang der Bahnunterführung für Autos gesperrt. Verschönert wurde dieser durch ein Graffiti von Jörg Pippirs, der an der Brücke am Weinberg auch ein Bild gesprayt hat, das eine von Händen gehaltene Weltkugel zeigt.

Ein "aber" können Gutachter übrigens immer noch finden. Es fehlt noch die Verbindung des gestern eingeweihten Weges zum Bürgerpark – da hat der Ortsrat also ein neues Projekt.