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Bergen Stadt Windpark Bergen nimmt Form an
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Windpark Bergen nimmt Form an
06:28 07.08.2018
Von Jürgen Poestges
Die Interessengemeinschaft für den Windpark: (von links): Hans-Henning Kohrs, Jan-Peter Timme, Hermann Reinecke (Eigentümer), Thomas von Glahn (REON), Matthias Rudloff (enercity), Florian Massante (REON), Martin Albers (Landvolk), Bürgermeister Rainer Prokop, Jan-Hendrik Hohls, Christoph Kollenda (enercity), Henning Buhr (Eigentümer), Wilhelm Köhler (Wirtschaftsbetriebe Bergen), Bernd Greger (enercity), Karl-Hinrich Mayer (Eigentümer), Adolf Krause (Ratsvorsitzender Stadt Bergen). Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Im Bereich zwischen Becklingen, Bleckmar und Nindorf sind sie fündig geworden. Dieses Gebiet wurde von Fachleuten aus „windtechnischer und naturschutzfachlicher Sicht sowie seinen Siedlungsstrukturen“ für geeignet erklärt, um dort einen Windpark zu installieren. „Wir stehen aber noch ganz am Anfang“, sagt Bergens Bürgermeister Rainer Prokop. „Jetzt fangen erst die konkreten Planungen in diesem Bereich an.“

Nach einer Sondierungszeit haben die vier Projektpartner beschlossen, einen weiteren Schritt in Richtung Umsetzung dieses anspruchsvollen Projektes zu gehen. Als erklärtes Zeichen beabsichtigen die Beteiligten, die Chancen und Risiken der Projektentwicklung zu gleichen Teilen zu übernehmen. Geplant ist ein langfristiger Betrieb von Windanlagen, die voraussichtlich im Jahr 2017 ans Netz gehen werden. Im Fokus des Projekts steht die lokale Verankerung, eine Veräußerung von Projektrechten an ortsfremde Finanzinvestoren ist deswegen nicht geplant. „Wir wollen allerdings einen Weg finden, um jedem Bürger die Chance einer Beteiligung an dem Projekt zu geben“, sagt Prokop.

Zum Zweck der Bündelung der kommunalen Strukturen planen die Wirtschaftsbetriebe Bergen und enercity eine eigene Gesellschaft zu gründen, die auch schon an diesem Projekt mitwirkt. Auch diese Absichtserklärung ist unterzeichnet worden.

„Mit diesem Projekt sind wir auf gutem Wege, die regionale Wertschöpfung und infrastrukturelle Situation in Bergen konsequent zu stärken“, betont Prokop. „Wir freuen uns zudem, dass es uns gelungen ist, mit enercity einen großen kommunalen Partner mit vielseitigen Kompetenzen in Anlagenbetrieb und regenerativen Energien gewinnen zu können.“

„Lokale Verbundenheit ist auch für enercity sehr wichtig. Neben einer positiven Projektperspektive war dies auch ausschlaggebend für unser Engagement hier in Bergen“, erläutert Christoph Kollenda, als Hauptabteilungsleiter Energieproduktion auch für die Windenergie bei enercity verantwortlich. „Mit solch engagierten Gemeinden gelingt es, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.“

Die Grundstücke des gewählten Anlagenstandorts gehören über 60 Eigentümern aus Bergen und der näheren Umgebung. Sie haben sich zur Projektrealisierung in einer Eigentümerschaft, vertreten durch die Windpark Bergen-Nord GbR, zusammengeschlossen. Der Partner REON AG entwickelt Energieprojekte auf nationaler und internationaler Ebene mit dem Schwerpunkt Windparks.

„Es ist noch zu früh, um schon sagen zu können, wie groß das Gelände wird und wie viele Windräder aufgestellt werden“, sagt Wilhelm Köhler, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Bergen GmbH. „Es gibt bestimmte Richtlinien einzuhalten, so zum Beispiel der Abstand zum Wald oder zu bebauten Gebieten. Und es müssen natürlich Naturschutz-Aspekte angesetzt werden.“ Erst dann werde sich zeigen, wie viele Anlagen realistisch sein könnten. Im Herbst sollen die bis dahin erfolgten Planungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.