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Bergen Stadt Zehn mögliche Standorte für Internationale Begegnungsstätte Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Zehn mögliche Standorte für Internationale Begegnungsstätte Bergen
22:43 03.08.2018
Von Christopher Menge
Die WG hält das Seminar-Hotel Schulz für den geeigneten Standort für die Begegnungsstätte. Quelle: Thomas Brandt
Bergen Stadt

"Es gibt eine Vielzahl von Ideen – wir sammeln derzeit die Vorschläge", sagt der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Frank Juchert. Etwa zehn Grundstücke würden nach jetzigem Stand einer genaueren Untersuchung unterzogen. Einige Grundstückseigentümer seien selbst aktiv geworden, andere Ideen kämen aus der Politik. "Wir stellen die Vorschläge zusammen und entwickeln eine Matrix mit verschiedenen Bewertungskriterien", sagt Juchert. "Die Verwaltung wird dann einen Vorschlag in die politische Diskussion geben." Ab September sollen sich die Gremien mit dem Thema beschäftigen.

Während sich von den Betreibern des Seminar-Hotels Schulz zunächst niemand öffentlich zu dem Angebot äußern wollte, wirbt die WG für diesen Standort. "40 Betten, Küche und Seminarräume stehen dort zur sofortigen Nutzung bereit", so Lange. Die Möglichkeiten für einen Um- und Ausbau seien zudem auf dem Gelände vorhanden. "Die finanzielle Deckung entspricht dem Eigenanteil der Fördermittel", ergänzt Lange und deutet auf eine geringere finanzielle Belastung bei diesem Standort hin. Zudem sollten nach Wunsch der WG die Stadtflächen am Weinberg und möglicherweise die Einbeziehung der alten historischen Molkerei im Fokus bleiben.

Gegen den von der WG favorisierten Standort könnte allerdings ein mögliches K.-o.-Kriterium sprechen – das Seminar-Hotel Schulz am Ziegeleiweg liegt außerhalb des Stadtsanierungsgebietes. Die Finanzierung des Berger Eigenanteils von etwa 1,8 Millionen Euro könnte somit nicht aus Fördermitteln für den Stadtumbau generiert werden.

Neben den Fragen nach dem Standort und einem sich tragenden Betreibermodell gehört die Finanzierung des Projekts ohnehin zu den herausfordernden Fragen, die beantwortet werden müssen. "Bis zu einer Gesamtsumme von 5,43 Millionen Euro bekommen wir bis zu zwei Drittel der Kosten, also 3,62 Millionen Euro, vom Bund erstattet", erklärt Juchert. "Bei einem Standort außerhalb der Sanierungsgebiete muss die Stadt Bergen jeden weiteren Euro selbst bezahlen." (me)