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Lohheide 100 weitere Soldaten werden im "Camp Hohne" stationiert - Bergen will Stadtmitte entwickeln
Celler Land Bergen und Lohheide Lohheide 100 weitere Soldaten werden im "Camp Hohne" stationiert - Bergen will Stadtmitte entwickeln
18:30 02.03.2017
Von Christopher Menge
Blickten auf die Zukunft Bergens und des Standortes: (von links) Bürgermeister Rainer Prokop, Oberst Jörg Wiederhold und der Berger Bundestagsabgeordnete Henning Otte. Quelle: Alex Sorokin
Lohheide

„Das Rundhaus ist nun Veranstaltungsort für das Jahrestreffen zwischen der friedensstiftenden Bundeswehr und Bergen, der Stadt des Friedens und der Internationalität – symbolträchtiger geht es wohl nicht. Ein guter Weg in eine gute Richtung“, sagte Prokop. „Jeder von uns muss aber daran arbeiten, dass dieser Weg ein guter bleibt.“ Das habe eine besondere Bedeutung in diesen Tagen. Oberst Wiederhold wurde noch deutlicher. „Gerade jetzt braucht es Macher“, sagte er und zitierte den kommenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier: „Lasst uns mutig sein“.

Zuvor hatte Wiederhold verkündet, dass ab September 100 weitere Soldaten auf der Bergener Seite im Rahmen der Ausbildung des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes stationiert werden. Bis 2024 sei der Verbleib sichergestellt. Er stellte heraus, dass es sich bei dem Truppenübungsplatz Bergen um einen „Premiumübungsplatz“ handele. „Bedingt durch ihre Größe und Komplexität können eine Vielzahl von nationalen und internationalen Übungen nur hier in Bergen durchgeführt werden“, sagte Wiederhold. Dennoch versprach er, dass bei der geplanten Mitbenutzung der Platzrandstraße durch den zivilen Verkehr während des Ausbaus der Autobahn 7 eine für alle Seiten tragbare Lösung gefunden werde. „Dort, wo der militärische Bedarf nicht beeinträchtigt und eingeschränkt wird, werden wir unser Bestes geben, um auch hier zu unterstützen“, so der Kommandeur für den Bereich Truppenübungsplatzkommandantur Nord.

Prokop blickte auf die Stadtentwicklung. „Im Fokus stehen die ehemals britischen Wohnquartiere, aber auch die Stadtmitte“, so der Bürgermeister. Ein Großteil der britischen Wohnblocks solle erhalten und vermarktet werden. Bei zwei Veranstaltungen im März sollen die Berger Bürger in die Planungen einbezogen werden.

Der Berger Bundestagsabgeordnete Henning Otte, verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, wies auf die „beanspruchende Sicherheitslage“ hin und warnte davor, dass Europa nicht der „Ping-Pong-Ball zwischen den Großmächten“ werden dürfe. In seiner Funktion als stellvertretender Landrat nannte er unter anderem den geplanten Breitbandausbau, bei dem 13.000 Haushalte im Landkreis Celle mit modernsten Glasfasern versorgt werden, als Errungenschaft.