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Lohheide 2500 Besucher beim Volksradfahren auf Übungsplatz
Celler Land Bergen und Lohheide Lohheide 2500 Besucher beim Volksradfahren auf Übungsplatz
16:37 01.08.2010
Es machte Freude, in Gemeinschaft durch die Landschaft zu radeln Quelle: Udo Genth
Hasselhorst

Um neun Uhr schickte Oberstleutnant Michael Helfenbein die ersten Radfahrer auf die Strecke. Der Leiter des Truppenübungsplatzes hielt sich kurz, gab lediglich ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg und wünschte allen eine gute Fahrt.

Der Ansturm auf den Platz setzte allerdings erst eine Stunde später so richtig ein. Möglicherweise hatten sich viele Interessierte erst nach einem Blick in den Himmel zur Teilnahme entschlossen. Die Wettervorhersage versprach nämlich einige Schauer prophezeit. Die kamen jedoch nicht, sondern die Witterung blieb schön mit nicht zu hohen Temperaturen.

An Fahrrädern war die gesamte Bandbreite aller Modelle zu sehen. Normale Tourenräder dominierten, rund ein Viertel aller Räder hingegen bestanden aus Rennmodellen bis zu kostspieligen HiTech-Maschinen. Zum ersten Male in nennenswerter Anzahl nahmen so genannten Pedalecs teil, also Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor.

Als Erster ließ sich Bernd Krüger aus Höfer in die Startliste eintragen. Er war schon um 8.30 Uhr mit seinem Tourenrad eingetroffen, wollte auf dem Platz die große Runde von 77 Kilometern abfahren, ehe er wieder nach Hause radelte. Krüger nahm schon zum dritten Mal am Volksradfahren teil. Genau 13-mal war Christina Lilie dabei. Die Lehrerin aus Lohheide lobte die stets perfekte Vorbereitung und nannte als Beweggrund für ihre Teilnahme: „Es macht mir Freude, so allein mit sich in der Natur zu radeln“. Allein war das falsche Wort, weil die meisten Radler im Familien- oder Freundeskreis, zumeist aber in kleinen Gruppen fuhren. Die von Lilie angesprochene gute Organisation konnte Oberstleutnant Helfenbein dagegen mit Zahlen belegen. Rund 250 kleine Hinweisschilder wiesen schon weit vor dem Truppenübungsplatz allen Interessierten den Weg zum Start. Die Planungen hatten zwei Monate vorher begonnen, an ihr waren 50 Soldaten und zivile Mitarbeiter beteiligt, die natürlich die Erfahrungen der Veranstaltungen vorangegangener Jahre mit einbeziehen konnten.

Von Udo Genth