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Lohheide Erste Panzer für Bataillon 414 in Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Lohheide Erste Panzer für Bataillon 414 in Bergen
14:20 04.06.2016
Lohheide

Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Einsatzfähigkeit des Bataillons und „das Signal, dass es jetzt richtig losgeht“, sagt der Kommandeur, Oberstleutnant Marco-Otto Niemeyer. In den kommenden Wochen werden sowohl die Kompanie aus Munster als auch aus Augustdorf in Nordrhein-Westfalen umziehen. „Dieser Umzug ist am 24. Juni offiziell abgeschlossen“, sagt Niemeyer. Er wird durch den ersten Appell des Bataillons markiert. Mit dabei sind dann auch schon Soldaten aus den Niederlanden. „Zusammen mit der Kompanie aus Munster zieht ein holländischer Zug um, der bisher dort stationiert war“, so der Kommandeur.

Ab August sind dann alle Formalien beendet und das Bataillon wird in die Ausbildung einsteigen. Zunächst muss der Kommandeur mit 18 Panzern vom Typ A6 auskommen. Diese sollen bis zum dritten Quartal dieses Jahres eingetroffen sein. „Diese Panzer sind derzeit der Standard im Deutschen Heer und für die Ausbildung völlig ausreichend“, so Niemeyer. Es gibt noch eine höhere Version, nämlich den Leopard A7. Davon hat die Bundeswehr aber bisher erst um die 20 Stück in ihren Verbänden. Sie verfügen unter anderem über eine stärkere Panzerung, ein Computersystem, dass es ermöglicht, sich auf dem Schlachtfeld zu vernetzen und, ganz wichtig vor allem im Auslandseinsatz, eine Klimaanlage. Langfristig sollen die auch nach Bergen kommen.

Beim ersten Appell werden sicher auch Vertreter aus Bergen und Lohheide anwesend sein. Die Verflechtungen zwischen dem neuen Bataillon und den Kommunen nehmen Gestalt an. Um die Verbindung zu vertiefen, werden die Soldaten am 25. August, 16 Uhr, auch offiziell in Bergen ihre Aufwartung machen. Ähnlich dem Auszug der Briten, werden sie in die Stadt einziehen und sich bei einem Appell präsentieren. Dazu ist die Bevölkerung eingeladen.

Die Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) und Kirsten Lühmann (SPD) begrüßten die ersten Panzer. „Mit der Ankunft der ersten Kampfpanzer in Bergen kann es jetzt endlich losgehen. Aus der Zeit des Planens wird jetzt die Zeit des Übens und Trainierens zum Schutz Deutschlands und unserer Verbündeten“, sagte Otte.

Und das Üben muss rasch vorangehen, denn das Bataillon hat seinen ersten Auftrag. Wie der Kommandeur sagte, wird eine deutsch-niederländische Kompanie von 2018 bis 2019 der schnellen Eingreiftruppe der Nato angehören. Sie soll im Ernstfall im Osten des Verteidigungsbündnisses eingesetzt werden können. Die Eingreiftruppe ist ein Projekt, das aus der Krimkrise und dem Krieg in der Ukraine resultiert.

Von Tore Harmening