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Lohheide Mehr Geld für Bergen-Belsen: Minister optimistisch
Celler Land Bergen und Lohheide Lohheide Mehr Geld für Bergen-Belsen: Minister optimistisch
15:30 27.08.2010
Habbo Knoch und Bernd Althusmann vor der großen Karten im Eingang des Dokumentationszentrums und zusammen mit Juliane Hummel auf dem Weg in den Lagermittelpunkt Quelle: Tore Harmening
Lohheide

Beeindruckt zeigte sich gestern der neue Niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann von der Arbeit der Stiftung Niedersächischer Gedenkstätten und dem Dokumentationszentrum. Althusmann ist in seinem Amt als Minister auch gleichzeitig Vorsitzender des Stiftungsrates und machte in dieser Funktion seinen Antrittsbesuch. „Die Stiftung leistet hervorragende Arbeit und die Form der Darstellung des Leids, das an diesem Ort den Opfern zugefügt wurde, ist berührend“, sagte Althusmann nach einem Rundgang.

Er äußerte sich auch noch einmal zu dem Finanzbedarf der Stiftung. Anlass war die Bewilligung von 50000 Euro für die Förderung von Klassenfahrten zur Gedenkstätte. Dafür hatte das Kultusministerium in der vergangenen Wochen Mittel zur Verfügung gestellt. Die Stiftung hat aber inklusive dieser 50000 Euro für das kommende Jahr einen Mehrbedarf von 342000 Euro angemeldet. Bisher liegt der Etat bei etwa 3,5 Millionen Euro. Auch hierbei sieht Althusmann Möglichkeiten. „Ich bin optimistisch, dass wir eine Lösung dafür im Rahmen der Haushaltsberatungen finden“, sagt Althusmann. Die Fraktionen im Landtag haben seiner Äußerung nach bei diesem Punkt schon Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

Althusmann ließ sich nach dem Rundgang auch das neuste Projekt in Bergen-Belsen, die Sichtbarmachung der Topografie des Lagers erklären. Projektleiterin Juliane Hummel erläuterte dem Minister unter anderem das neue Besucherleitsystem und die Probleme, die bei der Konservierung der wenigen Reste wie Fundamente von der Entlausungsstation entstehen. „Wir versuchen mit unserem Projekt auch eine Pilotfunktion zu übernehmen, damit andere Gedenkstätten von unseren Erfahrungen zum Beispiel in der Landschaftspflege profitieren können“, sagte Hummel.

Der Geschäftsführer der Stiftung, Habbo Knoch, zeigte sich nach dem Besuch sehr zufrieden. „Der Minister hat noch einmal betont, für wie wichtig er die Arbeit der Gedenkstätten hält. Ich denke er wird ein guter Wegbegleiter für unsere zukünftige Arbeit sein.“

Von Tore Harmening