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Lohheide Staatssekretär in Bergen: Keine Antworten zu Nachnutzung des Übungsplatzes
Celler Land Bergen und Lohheide Lohheide Staatssekretär in Bergen: Keine Antworten zu Nachnutzung des Übungsplatzes
17:59 23.07.2014
Von Simon Ziegler
Sprachen über die Zukunft des Truppenübungsplatzes: Bürgermeister Rainer Prokop, Oberst Jörg Wiederhold, Staatssekretär Gerd Hoofe und der Bundestagsabgeordnete Henning Otte. Im Hintergrund die Schießbahn 1A.  Quelle: Alex Sorokin
Lohheide

Bis Ende des Jahres soll es Klarheit darüber geben, wie der Truppenübungsplatz in Bergen sowie die Gebäude der britischen Streitkräfte in Bergen-Hohne künftig genutzt werden. „Ich kann bestätigen, dass wir innerhalb des laufenden Jahres zu einem Ergebnis unserer Prüfung kommen werden“, sagte Verteidigungsstaatssekretär Gerd Hoofe, nachdem er sich bei einem sechsstündigen Besuch gemeinsam mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) ein Bild vom Truppenübungsplatz Bergen sowie den Standorten Bergen-Hohne und Oerbke gemacht hatte.

Konkreter wurde Hoofe nicht. Zu einem Ideenpapier Ottes, der eine militärische Nutzung durch die Bundeswehr und die Firma Rheinmetall sowie die Bildung eines Pools mit schwerem Kampfgerät angeregt hatte, sagte der Staatssekretär lediglich, dass diese „intensiv geprüft“ werde. Hoofe selbst legte keine neuen Vorschläge vor, wie das Areal nach dem Abzug der britischen Streitkräfte genutzt werden könnte. Auch was mit Gebäuden wie Gloucester School oder Schloss Bredebeck geschieht, ist nach wie vor offen.

Hoofe sendete allenfalls positive Signale für die künftige Nutzung des Standortes aus. Er sei beeindruckt vom Platz, von seiner Funktions- und Leistungsfähigkeit, sagte er. Das Gelände sei einzigartig. „Ich bin optimistisch, dass es eine militärische Nachnutzung geben kann“, so der Staatssekretär.

Genau dafür setzt sich Otte ein. Er hatte sein Papier auch Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgestellt. Der Abgeordnete aus Bergen hatte darin die Stationierung eines Kampfbataillons mit gut 1000 Soldaten und die Einbeziehung des Waffenherstellers Rheinmetall vorgeschlagen. „Es gebe einen Strauß von Möglichkeiten“, sagte er. Bergen sei ein hochwertiger und zentraler Standort, der Schießplatz sei wichtig für das Heer.

Die britischen Streitkräfte werden Ende 2015 abziehen, im März 2016 soll die Übergabe stattfinden. Bergens Bürgermeister Rainer Prokop äußerte sich optimistisch. „Es ist wichtig, dass jetzt alle staatlichen Ebenen in der Spur sind“, sagte er. Die Berger Bevölkerung sei überwiegend wie Otte für eine militärische Nutzung. „Die Akzeptanz der Bevölkerung ist da“, so Prokop. Er ließ durchblicken, dass der bisherige Konversionsprozess „ziemlich zäh“ verlaufen sei.

Die von den britischen Streitkräften genutzte Liegenschaft Bergen-Hohne verfügt über 135 Gebäude: Unterkünfte, Stabsgebäude, Kfz-Hallen und zwei Schwimmbäder. Der Truppenübungslatz Bergen ist mit einer Fläche von fast 25.000 Hektar einer der größten in Europa.