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Lohheide In Lohheide darf nicht gebaut werden
Celler Land Bergen und Lohheide Lohheide In Lohheide darf nicht gebaut werden
16:50 02.01.2019
Von Christopher Menge
Hasselhorst liegt zwar außerhalb des Truppenübungsplatzes Bergen. Das Bundesverteidigungsministerium verbietet aber trotzdem, dass dort neue Baugrundstücke ausgewiesen werden. Befürchtet werden dann nämlich Klagen wegen des Lärms. Quelle: Oliver Knoblich
Hasselhorst

Mit dieser Antwort hatte Jens Gadomski, der Vorsitzende der Einwohnervertretung Lohheide, nicht gerechnet. In Lohheide darf nicht mehr gebaut werden.

"Der Bund hat ein dringendes Interesse an der ungehinderten Nutzung des Nato-Truppenübungsplatzes Bergen, da dieser ein unverzichtbares Element für die einsatznahe Ausbildung der Streitkräfte darstellt", erklärt ein Pressesprecher der BImA auf CZ-Nachfrage. "Er muss daher jede Maßnahme ablehnen, die die vollumfängliche Nutzung des Platzes gefährden könnte."

Angst vor Klagen wegen des Lärms

Durch den laufenden regen Ausbildungs- und Übungsbetrieb auf dem Übungsplatz seien die Anwohner zum Beispiel einem erhöhtem Lärmpegel ausgesetzt. "Gegen diese Beeinträchtigungen könnten private Eigentümer vorgehen und damit den militärischen Übungs- und Schießbetrieb in nicht hinnehmbarem Umfang einschränken", so der Pressesprecher. "Durch die Veräußerung von Baugrundstücken an Private und die Errichtung neuer Wohngebäude würde dieses Risiko erhöht." Das Bundesverteidigungsministerium habe sich daher aus militärischen Gründen ausdrücklich für den gesamten Bereich der beiden Gemeindefreien Bezirke Lohheide und Osterheide, ungeachtet der Lage innerhalb als auch außerhalb der Übungsplatzgrenze, gegen eine Veräußerung von Grundstücken zum Zwecke der Wohnbebauung ausgesprochen.

Unverständnis bei Einwohnervertretung

Gadomski kann dieser Begründung nicht folgen. "Seit Jahrzehnten wurden immer wieder Baugrundstücke ausgewiesen und die BImA hat vor vielen Jahren selbst angefangen, Häuser und Haushälften in Hasselhorst zu verkaufen", sagt der Vorsitzende der Einwohnervertretung. Zudem müsse jeder, der ein Haus oder Grundstück im Gemeindefreien Bezirk Lohheide erwerben möchte, wegen des Schieß- und Übungslärms extra Schriftstücke unterschreiben.

Bauplätze werden in Lohheide benötigt

"Die Einwohnervertretung wird diese Entscheidung nicht einfach hinnehmen", betont Gadomski. "Unsere eigenen Kinder, neue Einwohner, die bei der Bundeswehr am Standort Lohheide Arbeit gefunden haben, oder Menschen, die einfach ein eigenes Haus besitzen möchten, werden in Lohheide durch diese Entscheidung benachteiligt."

Auch andere Orte grenzen an Truppenübungsplatz Bergen

Auch in Lohheide gebe es Bedarf an Baugrundstücken, wie in Bergen, Belsen, Wardböhmen, Meißendorf oder Dorfmark – diese Ortschaften grenzen auch alle an den Truppenübungsplatz. "Der Gemeindefreie Bezirk Lohheide umfasst die bewohnten Ortsteile Bergen-Belsen, Bergen-Hohne, Bredebeck, Hasselhorst, Hartmannshausen, Hörsten, Hoppenstedt und Vor dem Holze", sagt dazu der BImA-Pressesprecher. "Hier werden keine Grundstücke im Eigentum der BImA zum Zweck der Bebauung verkauft. Wardböhmen hingegen gehört zur Stadt Bergen." Und das scheint als Unterschied dann zu reichen. Doch mit dieser Antwort gibt sich die Einwohnervertretung Lohheide nicht zufrieden ...

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