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Lohheide Von der Leyen besucht Panzerbataillon 414 in Lohheide: Digitalisierung im Fokus
Celler Land Bergen und Lohheide Lohheide Von der Leyen besucht Panzerbataillon 414 in Lohheide: Digitalisierung im Fokus
09:53 18.05.2018
Von Christopher Menge
Quelle: David Borghoff
Lohheide

Das Besondere stecke in dem Panzer – Oberstleutnant Marco Niemeyer, Kommandeur des Panzerbataillons 414, hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre niederländische Amtskollegin Ank Bijleveld am Donnerstag in der Niedersachsen-Kaserne in Lohheide zum neuen Kampfpanzer Leopard 2 A6M A2 geführt. An zwei Bildschirmen wurde den Ministerinnen dann demonstriert, was das neue System alles kann. Es kommt aus den Niederlanden und ist in den deutschen Panzer integriert worden.

"Der Standort Lohheide-Bergen ist ein leuchtendes Beispiel für die Zukunft moderner Landesstreitkräfte", sagte von der Leyen. "Dass hier 400 deutsche und niederländische Soldaten zusammen üben und sich auf die Einsätze vorbereiten, diese ganz enge Kooperation, die wir hier sehen, ist einmalig in Europa."

Die beiden Ministerinnen waren nach Lohheide gekommen, um eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung zu unterschreiben. Der erste Schritt ist, dass der Leopard-Panzer mit einem niederländischen Führungssystem ausgestattet worden ist. Bis Ende Juni sollen dem Panzerbataillon 17 dieser Panzer zur Verfügung gestellt werden. "Vor zwei Jahren haben mir Soldaten vorgestellt, wie sie mit den beiden Systemen arbeiten, die nicht kompatibel sind", sagte von der Leyen. "Wir haben heute in den Simulatoren selbst gesehen, wie groß der Schritt nach vorne ist." Das niederländische System kann jederzeit den genauen Standort des Panzers und der abgesessenen Soldaten darstellen.

Man habe Vertrauen ins ein anderes System, man habe Vertrauen in ein anderes Gerät und man habe Vertrauen ineinander, sagte Bijleveld später in einer Ansprache an die Soldaten, mit denen sich die beiden Ministerinnen danach auch noch persönlich austauschten.

"Die Soldaten behalten ihre Identität und wir teilen unsere Stärken", beschrieb von der Leyen die Zusammenarbeit im deutsch-niederländischen Panzerbataillon 414. Der jüngste Verband des deutschen Heeres war am 17. März 2016 in den Dienst gestellt worden. Der Abschluss der Aufstellung des Bataillons ist für Ende 2020 vorgesehen. Es untersteht der niederländischen 43. Mechanisierten Brigade aus Havelte, diese wiederum der deutschen 1. Panzerdivision aus Oldenburg.

Die niederländischen Soldaten im Bataillon werden nach deutschen Einsatzgrundsätzen ausgebildet und trainiert. Der Stab Panzerbataillon 414 ist binational besetzt. In allen Stabsabteilungen leisten sowohl deutsche als auch niederländische Soldaten ihren Dienst. Von den fünf Kompanien des Bataillons – eine Unterstützungs- und Versorgungskompanie, drei Kampfkompanien und ein Ergänzungstruppenteil – ist die vierte Kompanie mit niederländischen Soldaten besetzt.

"Der Standort Lohheide-Bergen profitiert davon", sagte von der Leyen. "Wir haben gesehen, wie hervorragend er aufgestellt ist." Daher habe man vier Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. In den kommenden fünf Jahren sollen weitere 21 Millionen Euro folgen. "Lohheide-Bergen hat Zukunft", sagte die Ministerin.

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