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Eschede AVM baut zwei neue Stapelbehälter im Klärwerk Eschede
Celler Land Eschede AVM baut zwei neue Stapelbehälter im Klärwerk Eschede
17:25 04.06.2012
Im Kl‰rwerk Eschede laufen die Vorbereitungen f¸r den Bau zweier Stapelbeh‰lter. R¸diger Eichel-Bilke als technischer Leiter des Abwasserverbands, Fritz Kiemann als Gesch‰ftsf¸hrer und Ver- und Entsorger Detlev Gottschalk (von links) an der Baustelle. Quelle: Joachim Gries
Eschede

Hier entstehen zwei neue Schlammstapelbehälter aus Stahlbeton. Bisher hatte ein großer Stahlbehälter den eingedickten Klärschlamm aus der Abwasseraufbereitung aufgenommen, er ist inzwischen abgerissen.

Klärschlamm kann nur während der Vegetationsperiode von den Landwirten als Dünger abgenommen werden. Er wird zwischen Februar und Oktober mit Güllefässern auf den Feldern ausgebracht. Das hänge von der Witterung, aber auch von der Fruchtfolge ab, sagte Rüdiger Eichel-Bilke, technischer Leiter beim AVM. Da der Schlamm das ganze Jahr über anfalle, müsse er zwischengelagert werden. Rund 2000 Kubikmeter Schlamm gibt die Kläranlage Eschede jährlich ab, die beiden neuen Behälter haben eine Kapazität von je 750 Kubikmetern. 1500 Kubikmeter Fassungsvermögen hatte auch der alte Behälter.

Bis 2017 wird die Klärschlamm-Verordnung nach Angaben von Eichel-Bilke verschärft. Bis dahin soll es auch zu einer Abstimmung mit der Düngemittelverordnung kommen, der die landwirtschaftlichen Flächen unterliegen.

In den anderen Kläranlagen bis auf Lachendorf seien die alten Stahlbehälter in den vergangenen Jahren bereits durch Stahlbetonbehälter ersetzt worden, sagte AVM-Geschäftsführer Fritz Kiemann. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten im Sommer. Bis dahin dient ein Turm aus der Anfangszeit der Anlage als Zwischenlager. Die Kläranlage Eschede ist für 9000 Einwohner ausgelegt, rund 6500 Einwohner sind über die Abwasserkanäle zurzeit angeschlossen.

Als weitere große Projekte des AVM in diesem Jahr bezeichnete Kiemann die Erschließungsarbeiten des Bauabschnitts 2b im Lachendorfer Neubaugebiet Südhang. Hier investiert die Tochterfirma Abwasserentsorgung Südheide GmbH rund 125.000 Euro. Die Arbeiten sind nach Angaben von Eichel-Bilke weitgehend abgeschlossen. Weitere Investitionen sind bei der Kläranlage Hambühren geplant. Hier werden bei der mechanischen Vorreinigung Rechen und Sandfang saniert, beim Klärwerk Faßberg werden die Räumerbrücken erneuert. Fortgesetzt wird in diesem Jahr die Kanalsanierung in Unterlüß.

Von Joachim Gries