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Eschede Anwohner fordern Tempo-30-Zone in Eschede gegen Brummis und Traktoren
Celler Land Eschede Anwohner fordern Tempo-30-Zone in Eschede gegen Brummis und Traktoren
15:02 12.06.2018
Quelle: Sebastian Salpius
Eschede

Wer in diesen Tagen von Celle nach Uelzen fährt, muss weitaus mehr Zeit einplanen als gewöhnlich. Grund sind die Bauarbeiten auf der Bundesstraße 191, die voraussichtlich noch bis zum 30. Juni andauern. Aufgrund der Vollsperrung müssen Autofahrer einen gehörigen Umweg über Scharnhorst, Eldingen und Steinhorst auf sich nehmen.

Dabei passieren die Verkehrsteilnehmer in Eschede auch die Kurve, ab der die Albert-König-Straße zur Südstraße wird. „Viele große Fahrzeuge unterschätzen die Kurve und müssen stark abbremsen. Dabei können Ladungsteile herunterfallen“, ärgert sich Anwohner und Gemeinderatsmitglied Peter Schaper.

Dass sich hier besonders Lkw-Fahrer oft hinsichtlich der Geschwindigkeit verschätzen, zeigt der Abrieb auf dem Asphalt. Hinzu kommt, dass die Kurve in einer Senke liegt. Laut Schaper würde das Autofahrer zusätzlich zum Gas geben motivieren. „Das hier ist ein zentraler Punkt im Ort. Viele Kindergruppen von der Kita kommen hier auf dem Weg ins Dorf vorbei“, sagt er. Wer zum Freibad, Sportplatz oder Schützenplatz will, kommt hier ebenfalls vorbei. Zudem befindet sich hier der Zufahrtsweg für die Kindertagesstätte Osterberg und den Friedhof.

Der Schwerlastverkehr hat Schaper zufolge ganz unabhängig von der Baustelle auf der B191 zugenommen. Als Ursachen für das erhöhte Verkehrsaufkommen nennt er mehrere Ursachen: Den Transport von leicht kontaminierter Erde zur Schachtanlage Mariaglück bei Höfer und die Bedienung des Mischwerks in Scharnhorst. Auch viele landwirtschaftliche Maschinen rollen durch die Albert-König-Straße/Südstraße. „Wegen der Trockenheit fahren aktuell viele Traktoren mit Regenaggregaten hier vorbei. Zum Teil sitzen da sehr junge Leute auf diesen Monster-Fahrzeugen“, sagt Schaper. Zur Erntezeit im Spätsommer und Herbst steige die Anzahl der landwirtschaftlichen Transporte dann noch einmal an.

Die Anlieger der Straße haben bereits privat finanzierte Warnschilder aufgestellt, die Verkehrsteilnehmer zur Rücksichtnahme in der Kurve auffordern. „Zu Anfang sind die Leute hier wirklich langsamer gefahren, doch mit der Zeit hat die Aufmerksamkeit für die Schilder nachgelassen“, berichtet Schaper. Eine Bürgerinitiative setzt sich daher für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Bereich der Albert-König-Straße ein.

Laut Schaper sind die Bemühungen der Bürgerinitiative bislang an der Tatsache gescheitert, dass es sich bei der Albert-König-Straße/Südstraße nicht um eine Gemeinde- sondern um eine Landesstraße handelt. Die Anwohner geben aber nicht auf. Sie fühlen sich im Vergleich mit den Cellern benachteiligt, schließlich gibt es in der Stadt zahlreiche Lärmschutzzonen, in denen von 22 bis 6 Uhr nur Tempo 30 gilt. Schaper: „Der Verkehr soll ja nicht weg, aber er muss beruhigt werden.“ (sal)

Von Sebastian Salpius

Wenn die Kunden nicht zu den Teichen kommen, dann kommen die Teiche eben zu den Kunden: Gemäß diesem Motto reagiert die Fischzucht Aschauteiche auf die derzeitige Vollsperrung der Bundesstraße 191. Die Verkehrsachse für Urlauber in Richtung Wendland ist eigentlich ein Garant für Laufkundschaft. Doch aufgrund der mehrwöchigen Bauarbeiten zwischen Eschede und Uelzen, die noch bis zum 20. Juni andauern, fährt hier kaum noch jemand entlang.

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