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Eschede Baustart am Dorfzentrum Höfer
Celler Land Eschede Baustart am Dorfzentrum Höfer
18:02 20.01.2014
Im Erdgeschoss muss der alte Holzfußboden weichen, während im Obergeschoss der alte Schornstein weggestemmt wird. Ortsbürgermeister Michael Cruse verschafft sich einen Überblick über die Arbeiten. - Der Kindergarten ist vorübergehend im Sportheim am Sportplatz untergekommen. Quelle: Joachim Gries
Höfer

HÖFER. Im Obergeschoss dröhnt ein Boschhammer, zwei Mitarbeiter einer Abbruchfirma stemmen einen Schornstein weg. Mit der Karre werden Steine und Mörtel in die Schaufel eines kleinen Frontladers gekippt, der im Erdgeschoss im Treppenhaus steht. Im Anbau hebeln zwei Arbeiter die Dielen hoch und nehmen die Lagerhölzer des Fußbodens auf. Staub hängt in der Luft, überall liegt Bauschutt. Auf dem Hof stehen Container, hier wird nach Holz und Stein getrennt. Die erste Phase des Umbaus der alten Schule in Höfer zum Dorfzentrum beginnt mit der Entkernung des Gebäudes.

Es sieht mehr nach Abriss aus. „Nur die Hülle bleibt stehen“, sagt Michael Cruse. Der Ortsbürgermeister steht im Erdgeschoss. „Hier kommt die Treppe hin und da der Fahrstuhl“, sagt er und weist auf die gegenüber liegende Wand. Es braucht viel Vorstellungskraft, sich das in dem Chaos vorzustellen.

Vor anderthalb Wochen begann die Firma mit den notwendigen Abrissarbeiten. „Ein paar Container sind schon weg“, sagt Cruse. Auch das Nebengebäude wird umgebaut, hier sollen später Lagermöglichkeiten für Bierzeltgarnituren oder Gartenmobiliar bestehen. Auch der Garten soll umgestaltet und für die öffentliche Nutzung geöffnet werden, auch hierfür liegt die Förderzusage vor. Die beiden Fertiggaragen sollen vom Gelände verschwinden und auf den Sportplatz umziehen. Dort sollen sie Platz für Rasentrecker und Bewässerungsanlage bieten. „Hoffentlich kriegen wir sie heil weg“, sagt Cruse.

Montagvormittag war Baustellenbesprechung, aus Hannover fährt Architekt und Planer Dr. Eggert Sass mit seinen Kollegen vor. Sass ist zuversichtlich, dass der Umbau zügig voranschreitet. Nach den Sommerferien soll der Kindergarten wieder in seine neu gestalteten Räume in der alten Schule zurückkehren.

In der ersten Januarwoche zog die Villa Kunterbunt mit Sack und Pack von der Schulstraße ins Sportheim um und schlug dort ihr vorübergehendes Domizil auf. Die 23 Kinder halfen beim Packen der Kartons, der Bauhof der Gemeinde Eschede machte den Umzug. „Der Bauhof hat uns super toll unterstützt“, sagt Erzieherin Miriam Eggers. Vorher waren im Sportheim ein neuer Fußboden und eine neue Akustikdecke samt Beleuchtung eingebaut worden. „Wir sind hier sehr zufrieden“, sagt Eggers. Der Bauhof hat sogar ein Außenspielgelände auf dem Sportplatz angelegt mit Schaukel, Rutsche und Sandfläche.

Von Joachim Gries