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Eschede Bergwerk als Wanderstrecke?
Celler Land Eschede Bergwerk als Wanderstrecke?
19:02 07.11.2018
Von Carsten Richter
Die Einfahrt zum früheren Bergwerk: Wird das Gelände künftig als Wanderstrecke genutzt? Quelle: Joachim Gries
Eschede

Die beiden Schächte in Höfer und Habighorst sind verfüllt, im kommenden Frühjahr sollen die beiden Röhren mit einem Betondeckel dauerhaft verschlossen werden. Das sind die Pläne des Bergbauunternehmens Kali + Salz für das ehemalige Bergwerk Mariaglück. Unterdessen gibt es in der Gemeinde Eschede Überlegungen, wie das Gelände künftig genutzt werden kann. Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung wurde das Thema am Montag diskutiert. Fazit: Ideen sind vorhanden, aber noch stehen die Planungen am Anfang.

Etwas konkreter hingegen sehen die Vorstellungen für den Eingangsbereich aus. „Wir standen vor der Entscheidung: Wollen wir den Platz vor dem Gelände vernachlässigen oder etwas daraus machen?“, sagt Wilfried Nieberg, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Bauen und Gemeindeentwicklung im Escheder Rathaus. „Wir haben uns entschieden, den Eingangsbereich aufzuwerten.“

Erste Vorstellungen wurden bereits entwickelt: Nieberg schweben Stelltafeln mit QR-Codes vor, mit denen Spaziergänger, Radfahrer oder andere Interessierte etwas über die Geschichte dieses Ortes erfahren können. 1914 wurde im Bergwerk bei Höfer die Produktion von Kalidünger und Steinsalz aufgenommen, aber bereits Anfang der 1920er Jahre auf den Steinsalzbetrieb reduziert. 1977 wurden die Anlagen stillgelegt. „Mit überschaubarem Aufwand möchten wir die Vergangenheit wachhalten“, erklärt Nieberg. Für eine gemütliche Atmosphäre sollen außerdem Bäume angepflanzt und Sitzplätze geschaffen werden.

Während es zum Vorplatz schon konkrete Gespräche mit K+S gegeben hat, ist für das Gelände noch alles offen. Das Gebiet eigne sich gut zum Wandern, heißt es aus dem Rathaus. Eine Option ist also die Einrichtung von Rundwanderwegen, die dort bislang nicht ausgeschildert sind. Dafür müsse es zunächst Gespräche mit den Eigentümern geben. Außerdem sei vorher auszuschließen, dass der Erdboden mit Schadstoffen belastet ist.

K+S bestätigt, dass es bislang nur gelegentliche Gespräche mit der Gemeinde und Ortsbürgermeister Michael Cruse gegeben habe. Das Unternehmen stehe für einen weiteren Austausch über die künftige Nutzung zur Verfügung, wie Pressesprecher Ulrich Göbel auf CZ-Anfrage mitteilt. Konkrete Planungen gebe es noch nicht, bestätigt er. „Wir freuen uns, wenn an dem Gelände Interesse bekundet wird“, so Göbel.

Abschließend hat der Ausschuss einstimmig empfohlen, einen Runden Tisch mit allen beteiligten Behörden einzurichten, um die künftige Nutzung festzulegen. Das soll zu Beginn des kommenden Jahres erfolgen.

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