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Eschede Bewohner von Escheder Obdachlosenunterkunft sollen Renovierung zahlen
Celler Land Eschede Bewohner von Escheder Obdachlosenunterkunft sollen Renovierung zahlen
17:30 17.07.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Eschede

Dabei ging es konkret um die Änderung der Satzung über die Benutzung und die Gebühren der Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkunft. Zuvor hieß es nämlich, dass die Bewohner die Unterkunft „vollständig geräumt und besenrein“ zu übergeben hätten. Nach der Satzungsänderung wurde der Passus geändert in „vollständig geräumt und renoviert“. „Renoviert heißt dabei, dass Wände und Decken zu streichen sind. Außerdem muss die Wohnung besenrein sein“, erläutert Bürgermeister Günter Berg. Größere Schäden seien auch zu beheben. „Doch meistens reicht streichen und fegen“, so der Bürgermeister.

Die Änderung erscheint auf den ersten Blick wie eine geringfügige Formalie. Normale Mieter haben oftmals eine solche Regelung in ihren Mietverträgen stehen. Doch bei der Unterbringung in den Unterkünften der Gemeinde handele es sich eben nicht um ein gewöhnliches Mietverhältnis. Schließlich werden sie benutzt, um Obdachlosen oder Asylbewerbern eine Bleibe zu bieten. Dabei suchen diese sich ihre Behausung nicht freiwillig aus. „Die Leute werden uns zugewiesen und wir sorgen für ihre Unterbringung“, sagt Berg. Deshalb sei es auch zunächst nicht üblich gewesen, dass die Bewohner für die Renovierung aufkommen müssen.

Für die Gemeinde bieten sich durch die Satzungsänderung neue Möglichkeiten. So bleibe sie nun nicht mehr auf den Renovierungskosten sitzen. Das war zuvor der Fall. "Da mussten dann Wohnungen renoviert werden und die Menschen waren weg", sagt Berg. Jetzt könnten die Bewohner in die Verantwortung genommen werden. Oder, sollten die Bewohner nicht über die nötigen Mittel verfügen, hat die Gemeinde nun eine weitere Option, um das Geld erstattet zu bekommen. „Durch die Änderung kann jetzt der Landkreis die Kosten übernehmen“, so der Bürgermeister. Denn bei Hilfsbedürftigkeit besteht für den Bewohner ein Anspruch auf Sozialleistungen. Das bedeutet: Diese werden im Zweifelsfall nicht alleine gelassen. In der Not springt der Landkreis ein und die Gemeinde wird entlastet.

Obwohl dies für den Landkreis zusätzliche Kosten bedeutet, haben dessen Mitarbeiter auf diese Möglichkeit erst hingewiesen. „Unsere Sozialabteilung steht mit der vom Landkreis in Kontakt. Man unterstützt und berät uns von dieser Seite“, so Berg. Schließlich geht es auch nicht um Kostenoptimierung, sondern um ein soziales Anliegen.

Die neuen Regelungen sollen nun nach dem Inkrafttreten der Satzung angewandt werden. Die Bewohner sollten sich also darauf einstellen, die Wohnung bei ihrem Auszug zu renovieren. Und das nicht nur an der Rebberlaher Straße. Die Regelung gilt für den gesamten angemieteten Wohnraum in Eschede, der zur Unterbringung für Asylbewerber und Obdachlose genutzt wird.

Das Warten hat ein Ende: Die Sperrung der Bundesstraße 191 zwischen Eschede und Weyhausen wird am Freitag wieder aufgehoben. Nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird der Abschnitt am späten Nachmittag für den Verkehr freigegeben.

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Bald hat das Warten ein Ende und viele Escheder können aufatmen: Die Sperrung der Bundesstraße 191 wird am kommenden Donnerstag aufgehoben, heißt es von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden. Seit rund einem Monat werden Fahrbahn und Radwege zwischen Eschede und Weyhausen saniert, Dörfer wie Dalle oder Lohe sind von der Außenwelt abgeschnitten.

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