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Eschede Darum verzögert sich der Neubau
Celler Land Eschede Darum verzögert sich der Neubau
17:00 15.11.2018
Von Carsten Richter
Noch ist hier eine riesige Baustelle: das Gelände des neuen Feuerwehrgerätehauses am Jahnplatz. Quelle: David Borghoff
Eschede

Von einer Flaute kann im Handwerk derzeit ganz und gar nicht die Rede sein. Die Auftragsbücher der Firmen sind derzeit voll, die Arbeiter kommen beim Erledigen ihrer Aufgaben kaum hinterher – dieses Problem macht sich auch beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses am Jahnplatz in Eschede bemerkbar. "Erst im kommenden Jahr wird der erste Bauabschnitt beendet sein", sagte Bürgermeister Günter Berg am Mittwoch im Feuerwehrausschuss. Im Sommer war die Verwaltung noch von November ausgegangen.

Eine Begehung brachte Klarheit

Das heißt: Nach bisherigem Zeitplan hätte bereits jetzt der Umzug der Wehr und der anschließende Abriss des alten Gebäudes beginnen sollen. "Das jetzige Gebäude wird im Frühjahr abgerissen", aktualisierte Berg nun. Am 1. Oktober wurde Richtfest gefeiert. Bei einer Begehung Anfang dieses Monats wurde dann klar, dass es zu Verzögerungen kommen wird.

Kosten bleiben voraussichtlich stabil

Konstanz besteht hingegen bei der Finanzierung: Derzeit sieht es so aus, als könnten die veranschlagten Kosten von 2,4 Millionen Euro eingehalten werden. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass diese Summe bereits eine Million Euro über den ursprünglich anvisierten Kosten liegt.

Mehr Platz für Fahrzeuge und Umkleidekabinen

Zu wenig Platz und eine veraltete Ausstattung haben den Ausschlag für das neue Gebäude gegeben. Wie Wilfried Nieberg, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, auf CZ-Nachfrage erklärte, wird das künftige Gerätehaus sechs statt bisher fünf Stellplätze haben. "Zwischen den geöffneten Türen der Fahrzeuge muss ausreichend Abstand sein", so Nieberg. Außerdem werde es künftig getrennte Umkleidekabinen geben. Bislang hätten sich Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sehr beengt direkt hinter den Fahrzeugen umziehen müssen – und noch dazu Abgase einatmen müssen. Neben einer breiteren und höheren Einfahrt wird das neue Gerätehaus unter anderem eine elektrische Türöffnungsanlage sowie einen Dekontaminationsraum bekommen.

Die Verwaltung sieht die zeitliche Verzögerung gelassen: "Die Einsatzbereitschaft ist sichergestellt", sagte Nieberg. Einziges Manko sei, dass die Helfer die Fahrzeuge wegen des Platzmangels derzeit nur draußen besteigen dürften.

Neubau ist schon lange Thema

Der Neubau am Jahnplatz ist ein lange gehegtes Projekt, das in der Gemeinde immer wieder für Zündstoff gesorgt hatte. Schon 2011 gab es erste Überlegungen, vier Jahre später stellten Planer ihre Untersuchungen vor. Nachdem der Rat einem Neubau zugestimmt hatte, meldete Architekt Eggert Sass Kostenexplosionen von zunächst 1,1 auf 1,4 und schließlich auf 2,4 Millionen Euro. Dadurch war eine erneute Abstimmung im Rat notwendig geworden – gegen die Stimmen der Bürger für Eschede (BüfE) und der Gruppe Grünen/FDP hatte das Gremium im Juli den Neubau mit knapper Mehrheit erneut beschlossen.

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