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Eschede Die Verträge sind gemacht: Steuererhöhung kommt
Celler Land Eschede Die Verträge sind gemacht: Steuererhöhung kommt
17:35 02.03.2012
Eschede

Ein paar kleinere Klarstellungen, dabei belässt man es vorerst, berichtet Samtgemeindebürgermeister Günter Berg. Er ist von der Zahl der Gäste enttäuscht, die Lenkungsgruppe war offen für Ratsmitglieder: "Ich hatte gehofft, dass gerade die Leute kommen, die Kritiker sind." Acht waren da.

Die wichtigsten Streitpunkte: Das Personal der Krippen und die Steuererhöhungen. Gegen letzteres hatten mehrere Ratsmitglieder in Habighorst im Februar Widerstand angekündigt. "Wir halten uns an den Vertrag, den wir wollen", sagte gestern Bürgermeister Thomas Munder. Ob sein Gemeinderat das ebenso sieht, zeigt sich am 20. März.

Eschedes Bürgermeister Gerd Bakeberg hofft weiterhin auf eine Alternative, "gegebenenfalls im Nachtragshaushalt". Ihm geht es um die dritte Krippenkraft. Der Entschuldungshilfevertrag sieht vor, dass künftig nur noch zwei Erzieher eine Gruppe betreuen. "Das ist mit meinem Gewissen nicht vereinbar." Bakeberg leitet die Abteilung Kindertagesstätten beim Celler Kreisverband des Roten Kreuzes. Er hatte gehofft, an anderer Stelle zu sparen. Für den Gemeinderat am 15. März erwartet Bakeberg, nach wie vor Befürworter der Zusammenlegung, die Zustimmung als "Mehrheitsentscheidung".

Weiterhin offen ist die Entscheidung in Höfer berichtet Bürgermeister Michael Cruse. Zufrieden mit den Verträgen? "Im Rahmen des Machbaren." Am 19. März tagt der Gemeinderat. Am 21. trifft sich der Rat Scharnhorst, am 22. der Samtgemeinderat. Und wenn Höfer seine Zustimmung dann verweigert? "Wir ziehen das durch", sagt Berg. Dann ist der Landtag gefragt, er könnte die Fusion anordnen.

Am 12. März findet eine Einwohnerversammlung statt. Los geht es um 19 Uhr in der Glockenkolkhalle. Berg wird einige Worte sagen, außerdem Cruse und Erhard Bergmann von der Regierungsvertretung Lüneburg. Die meiste Redezeit an diesem Abend gehört jedoch anderen: "Im Vordergrund stehen die Bürger", sagt Berg, "das Mikrofon geht ins Publikum".

Von Isabell Prophet