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Eschede Die menschen wissen das Angebot zu schätzen
Celler Land Eschede Die menschen wissen das Angebot zu schätzen
14:40 30.12.2013
Von Gabi Trapp
Stephanie Bölke
Eschede

Wie beurteilen Sie die Situation von Handel, Handwerk und Dienstleistung in Eschede?

In Eschede gibt es eine bunte Mischung von Gewerbebetrieben, die Bedürfnisse des täglichen Lebens sind durch mehrere Discounter, einen Vollsortimenter, Bäckereien und zwei Landschlachtereien bestens abgedeckt. Die inhabergeführten Geschäfte sind in der Tat vom Aussterben bedroht, verändertes Kaufverhalten und vor allem das Einkaufen im Internet sind eine echte Bedrohung für den kleinen Fachhändler. Dabei haben wir zum Beispiel mit „Schreibwaren Lüchau“ und „Gartenbedarf/Zoohandel Gries“ zwei wirkliche Perlen im Ort. Die Handwerksbetriebe haben, soweit ich das aus Gesprächen beurteilen kann, überwiegend gut gefüllte Auftragsbücher. Bedingt durch das schon lange anhaltende günstige Zinsniveau steigt die Attraktivität, Eigentum zu schaffen. Auch die Nachfrage nach Baugrundstücken steigt entsprechend. Ebenso positiv entwickelt sich der Tourismus, viele Beherbergungsbetriebe erfreuen sich steigender Gästezahlen, und auch der Wohnmobil-Parkplatz wird sehr gut frequentiert. Der so genannte „sanfte Tourismus“ findet hier beste Bedingungen, und der „Naturpark Südheide“ wird von immer mehr Urlaubern entdeckt. Um die ärztliche Versorgung werden wir uns wieder Gedanken machen müssen, denn zum Ende des Jahres geht einer unserer Allgemeinmediziner in den Ruhestand. Insgesamt lässt sich sagen, dass es in der Samtgemeinde ein vielfältiges Angebot gibt und die Menschen, die hier leben, dies auch zu schätzen wissen. Insbesondere der Bahnanschluss wird positiv bewertet, die Anbindung an den Großraumtarif Hannover wäre für uns dennoch eine ganz wichtige Strukturförderung.

Welche Veranstaltungen hat der Gewerbeverein in diesem Jahr organisiert bzw. auf den Weg gebracht?

Das Jahr 2013 stand ganz im Zeichen des zehnjährigen Jubiläums des Vereins „Südheide Tourismus und Gewerbe Samtgemeinde Eschede“. Seit vielen Jahren gab es nebeneinander den Gewerbe- und den Verkehrsverein. 2003 wurden dann von meinen Vorgängern richtigerweise die Kräfte gebündelt und die Vereine verschmolzen. Zwei Sonderveranstaltungen hat der Verein dazu durchgeführt: im Februar einen winterlichen Klavierabend mit dem Celler Pianisten Franck-Adrian Holzkamp und im August das „Fest unterm Nest“ auf dem Hof Lilje. Daneben hieß es im Mai wieder „Wir wandern durch Wald und Feld“, im Sommer wurden im Rahmen einer Ferienpassaktion mit unseren Jüngsten Unterkünfte für Schmetterlinge gebastelt und im September anlässlich des Großraumentdeckertages der Region Hannover in die Pedale getreten. „Auf den Spuren des Dichters Arno Schmidt“ erfreuten sich über 70 Teilnehmer – viele davon reisten mit dem Metronom aus der Landeshauptstadt an – an der vielfältigen Natur. Zwei neue Projekte hat der Verein angeschoben: zum einen unter dem Titel „Eschede erleben!“ die Bündelung sämtlicher Attraktionen und Ausflugsziele in der Samtgemeinde Eschede, wie zum Beispiel den Filmtier-Park, Markmanns Spielzeugstuben und das Naturpark-Informationszentrum. Unsere Gäste sollen künftig auf einen Blick erfahren, wie sie ihren Aufenthalt gestalten und wo sie regionale Produkte einkaufen können. Denn zum Zweiten erarbeiten wir eine Übersicht, wo Schinken, Spargel, Honig und Kartoffeln zu erwerben sind. Und natürlich auch, wo diese Erzeugnisse schmackhaft zubereitet auf den Teller kommen.

Was ist für 2014 geplant?

Aus „STuG“ wird „GuTE“: Zum 1. Januar heißt der Verein „Gewerbe und Tourismus Eschede“. Diese Namensänderung wird erforderlich, da der Begriff „Samtgemeinde“ durch die Gebietsänderung künftig wegfällt. Es gibt dann wieder die „Gemeinde Eschede“. Weiterhin bildet sich zum 1. Januar 2015 die neue „Gemeinde Südheide“, bestehend aus Hermannsburg und Unterlüß. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, verabschieden wir uns auch von der „Südheide“ in unserem Namen. Weiterhin planen wir wieder die „Wanderung durch Wald und Feld“, eine Ferienpassaktion und die Radtour im September. Die größte Kraftanstrengung ist sicherlich die Durchführung der „EschenSchau“, eine große Gewerbe- und Vereinsausstellung, die am Wochenende 5. und 6. Juli auf dem Schulgelände und rund um die Flohrmühle stattfindet.