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Eschede Dorfkrug in Habighorst: Aufräumen mit Hilfe der Bürger
Celler Land Eschede Dorfkrug in Habighorst: Aufräumen mit Hilfe der Bürger
17:28 21.02.2014
Verschwinden soll am Gebäude des ehemaligen Dorfkrugs die hölzerne Balkonkonstruktion samt Treppe.  Quelle: Joachim Gries
Habighorst

Im vergangenen Monat ersteigerte die Gemeinde Eschede die ehemalige Dorfgaststätte in Habighorst. Verhindert werden sollte damit vor allem, dass das Haus samt Grundstück in falsche Hände gerät und im Habighorster Ortskern ungewollt Probleme auftauchen. In der jüngsten Sitzung befasste sich der Ortsrat Habighorst mit der Frage, wie es jetzt mit dem Haus weitergehen soll.

„Wir haben das Gebäude inzwischen versichert und auch mit der einzigen Mieterin Kontakt aufgenommen”, sagte Bürgermeister Günter Berg. Mit der Mieterin strebe man einen neuen Vertrag an. Zudem hätten sich in Eschede bereits vier Interessenten für das Gebäude gemeldet. „Wir schlagen vor, mit Besonnenheit vorzugehen”, sagte Berg. Die Gemeinde Eschede hatte das Gebäude für 15.000 Euro ersteigert, zudem hatte man mit einer weiteren Gläubigerin außergerichtlich eine Zahlung von 2000 Euro vereinbart.

Berg regte an, dass der Ortsrat gemeinsam mit dem Bauausschuss der Gemeinde Haus und Grundstück in Augenschein nimmt. Im Frühjahr könne es dann eine Entrümpelungsaktion des vermüllten Hauses und Grundstücks mit der Dorfgemeinschaft geben, die Gemeinde würde anschließend zum gemeinsamen Grillen einladen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte dann eine Besichtigung durch die Dorfgemeinschaft angesetzt werden.

Parallel dazu will die Verwaltung in Absprache mit dem Ortsrat ein Konzept für das Gebäude entwickeln und auf dieser Grundlage dann Fördermittel akquirieren. Der ehemalige Dorfkrug steht nach Bergs Angaben auch im Ziel- und Handlungskonzept, mit dem eine Bewerbung um Mittel aus der Städtebauförderung stattfinden soll. Darin ist der Abriss des Saalanbaus formuliert, zudem die Teilsanierung und Renovierung des Gebäudes. Damit soll das Haus im Dorfkern aufgewertet werden. Die Gemeinde strebt an, das Gebäude später in private Hände weiterzugeben.

Bergs Vorschläge fanden grundsätzlich Zustimmung. „Erst mal schauen, wie es drinnen aussieht, bevor man sich den Kopf zerbricht”, meinte Heiner Mücke. Marc Dornbusch zeigte sich zuversichtlich, dass sich jemand finde, der den Balkon samt massiver Holztreppe abbaue, den der Vorbesitzer dem Haus angefügt hatte. „Das bringt vielleicht ein paar Euro in unsere Kasse”, meinte Dornbusch.

Von Joachim Gries