Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Eschede Entsorgungsanlage Höfer für viele Stoffe nicht Endstation
Celler Land Eschede Entsorgungsanlage Höfer für viele Stoffe nicht Endstation
17:01 24.07.2014
Von oben blickten die Schüler der Oberschule Lachendorf auf die Kompostieranlage auf dem Gelände der Abfallentsorgungsanlage bei Aschenberg. Quelle: Charles M. Sievers
Aschenberg

Zu Beginn bestiegen die 22 Schüler einen Müllpolder und verschafften sich von oben einen Überblick über die 25 Hektar große Anlage. Hausmüll wird hier seit Dezember 2002 nicht mehr eingelagert; zehn Jahre wurde der Abfall aus dem Landkreis Celle hier angeliefert und eingebaut, obwohl die Planung eine Deponie mit Kapazitäten für sechs Jahrzehnte vorgesehen hatte. Seit 2003 werden leicht belastete mineralische Abfälle wie Bauschutt hier abgelagert, erläuterte Jürgen Timme, Betriebsleiter Außenanlagen beim Zweckverband Abfallwirtschaft.

Die Schüler blickten auch auf den Bereich, in dem Grünabfälle kompostiert werden, die später als natürlicher Pflanzendünger das Gelände wieder verlassen. Zurück ging es an den Containern vorbei, in denen alte Kühlschränke, Elektrogeräte, Metall, Holz und Papier auf das Recycling warten, zur Problemabfall-Sammelstelle. Hier landen Lacke, Chemikalien, Reiniger, Säuren und Laugen, aber auch Altöl, ausgediente Energiesparlampen oder Asbestabfälle.

50 Tonnen Schadstoffe kommen pro Jahr zusammen, von Fachkräften werden sie in besondere Behälter sortiert. Sicherheit sei dabei oberstes Gebot, sagte Dominique Bonin und erläuterte einzelne Schutzvorrichtungen. Anschließend werden über 50 verschiedene Fraktionen von Spezialfirmen abgeholt und entsorgt.

52 Fragen hatten die Schüler vorbereitet, die Timme abschließend sehr lebendig beantwortete. Menschliche Leichen seien hier noch nicht im Müll aufgetaucht, wohl aber Tierkadaver. Handys würden gesammelt, um die seltenen Erden, die in den Geräten verbaut sind, wiederzugewinnen.

Von Joachim Gries