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Eschede Erkundung im neuen Dorfzentrum Höfer
Celler Land Eschede Erkundung im neuen Dorfzentrum Höfer
18:12 27.02.2015
In einem Raum im Obergeschoss ist der Jugendtreff untergebracht. Nebenan gibt es noch viel Ausbaureserve. Im großen Veranstaltungsraum im Untergeschoss fand als Premiere die Ratssitzung statt. Quelle: Joachim Gries
Höfer

HÖFER. Nach der ersten Sitzung des Escheder Gemeinderates im neuen Dorfzentrum Höfer haben sich Ratsmitglieder und Interessierte einen Überblick über das Gebäude verschafft. Restarbeiten stehen noch aus, die Einweihung soll im Frühjahr stattfinden, wenn die Gestaltung des Außengeländes abgeschlossen ist und sich das erste Grün zeigt.“Es ist noch nicht alles fertig”, sagte Ortsbürgermeister Michael Cruse. Man sammle aber schon jetzt Erfahrungen, um zu schauen, was noch zu verbessern sei. Auch müssten Regeln für die Nutzung des Hauses definiert werden.

Bevor die Besichtigung startete, blickte Planer Eggert Sass auf die Ausgangslage und die Umbauphase zurück. Vorgefunden worden sei ein dreiteiliges Gebäude mit unterschiedlichen Höhen aus unterschiedlichen Materialien, aufgetreten seien während der Arbeiten statische Probleme wie abgeflexte Träger oder zu schwach dimensionierte Fensterstürze.

Den Umbau der alten Schule zum Dorfzentrum mit den drei Bereichen Kindergarten, gemeindliche Nutzung sowie Medizin/Soziales hatten Mittel aus dem Förderprogramm für kleine und mittlere Gemeinden nach dem Handlungskonzept "Da­seins­vor­sor­ge im de­mo­gra­fi­schen Wan­del zu­kunfts­fä­hig ge­stal­ten" ermöglicht. Zu schaffen waren nach den Vorgaben drei getrennte Einheiten mit eigenen Kreisläufen und Verbrauchsdaten sowie separaten Brandschutzvorrichtungen. Auch war die Barrierefreiheit herzustellen: Ein Aufzug eröffnet auch Gehbehinderten den Weg ins Obergeschoss.

803 Quadratmeter Nutzfläche einschließlich der Kellerräume umfasst das Dorfzentrum heute. Die veranschlagten Kosten von einer Million Euro für den Umbau werden nach Angaben von Sass ziemlich genau eingehalten. Ein Drittel davon muss die Gemeinde Eschede aufbringen. Mit den 330.000 Euro hätte die Gemeinde ein Gebäude mit 165 Quadratmetern Nutzfläche schaffen können, so der Planer. Sein Fazit: "Wir haben erheblichen Mehrwert geschaffen."

Von Joachim Gries